FAQ

Häufig gestellte Fragen rund um das Förderverfahren in Künste öffnen Welten sind nachfolgend zusammengestellt. Anhand von Oberthemen können Sie nach den gewünschten Informationen suchen.

Teilnehmer*innen

Gruppengröße und Zeitumfang der Projekte

Inhalt und Struktur

Bündnisstruktur und -aufgaben: Zusammenarbeit gemeinsam gestalten

Neuartigkeit, Zusätzlichkeit, Freiwilligkeit und Außerunterrichtlichkeit

Finanzierung und Administration

Weitere Entwicklungskriterien und Entwicklungsimpulse

Verfahren und Auswahl

Was bedeutet neuartig und zusätzlich?

In „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ und damit auch in „Künste öffnen Welten“ müssen die beantragten Projekte grundsätzlich ein neues und zusätzliches Angebot darstellen, das sich von den Regelangeboten aller Bündnispartner abgrenzt und das zudem neue Teilnehmer*innen erreicht. Das heißt, es können nur Projekte gefördert werden, die keine Angebote ersetzen oder fortführen, die bisher anderweitig finanziert wurden oder werden. Dies gilt ausdrücklich für die Angebote sämtlicher Bündnispartner.
Aktivitäten, die bereits in Vergangenheit durch „Künste öffnen Welten“ finanziert wurden, gelten dann als zusätzlich, wenn überwiegend neue Kinder und Jugendliche erreicht werden, die Aktivitäten zugangsoffen bleiben und sie sich klar vom Vorgänger-Projekt abgrenzen lassen.

Werden für die Aktivitäten lediglich konzeptionelle Ideen von Projekten übernommen, die zuvor ähnlich, aber in einem anderen Kontext durchgeführt wurden, ist die Zusätzlichkeit gewahrt, wenn das Projekt in einer neuen Bündniskonstellation und mit anderen Teilnehmer*innen durchgeführt wird.
Nicht möglich sind Projekte, bei denen Aufgaben von Einrichtungen übernommen werden, zu denen diese anderweitig verpflichtet sind (z. B. Unterricht in Schulen, Betreuung in Kindertagesstätten und Horten, Hilfen zur Erziehung nach dem SGB VIII, Betreuung in Unterkünften für Geflüchtete). Wenn mit solchen Einrichtungen kooperiert wird, müssen weitere Kriterien vollständig erfüllt sein (siehe folgende Fragen).

Warum müssen die Angebote außerunterrichtlich stattfinden?

Weil das Programm Bundesmittel im Bildungsbereich zur Verfügung stellt, ist sicherzustellen, dass in Kindertagesstätten, Schulen und Horten keine hoheitlichen kommunalen oder Länderaufgaben berührt werden und damit keine Pflichtaufgaben dieser Einrichtungen gefördert werden.

Was bedeutet die Außerunterrichtlichkeit?

Ein Projekt gilt als außerunterrichtliches Angebot, wenn folgende Kriterien für alle Module (Kurse, Workshop, Kompetenzdokumentation) sämtlich erfüllt sind:

  • Die Angebote finden nicht während der normalen Unterrichtszeit oder in Zeiten schulischer Anwesenheitspflicht statt – auch nicht, wenn die Schüler*innen dafür vom Unterricht freigestellt werden. Sie sind demnach nach Schulschluss, an Wochenenden oder in den Ferien verortet, also in der Freizeit. Dies schließt auch den Besuch von Kultureinrichtungen/-veranstaltungen oder die Präsentation am Ende des Projektes ein.
  • Das bedeutet: Angebote im Rahmen des offenen Ganztagsschulbetriebs sind nur als zusätzliche und neue Angebote am Nachmittag und zu Zeiten möglich, in denen es Arbeitsgemeinschaften oder freie Betreuungsangebote gibt, die nicht verpflichtend sind. Angebote sind nicht möglich in den Zeiten des (teil-)gebundenen Ganztags oder als Angebote, die im Rahmen von Wandertagen oder Projektwochen durchgeführt werden. Als Ausnahmen hiervon gelten ausschließlich Schnupperangebote zur Werbung neuer Teilnehmer*innen für das Projekt, die auf max. drei Teilnahmen pro Person beschränkt sind. Bitte beachten Sie die damit verbundenen Auflagen.
  • Die Teilnahme ist freiwillig. Die Kinder und Jugendlichen (bzw. deren Eltern) können selbst und individuell entscheiden, ob sie an diesen zusätzlichen Aktivitäten teilnehmen – sie nehmen also in ihrer frei gestaltbaren Zeit teil (Freizeit).
  • Das Projekt bzw. seine Module sind kein Bestandteil der (vom jeweiligen Land) festgelegten Stundentafel des Regelunterrichts und auch nicht des Curriculums/Lehrplans. Die Teilnahme am Projekt fließt nicht in die Notengebung ein.

Auch die Verantwortlichkeiten müssen klar abgegrenzt zur Schule sein. Ein außerschulischer Träger übernimmt als Antragsteller die Verantwortung und fungiert als Veranstalter – die Schulen treten demnach nicht als Veranstalter auf. Dementsprechend liegt ein Einverständnis der Eltern für die Teilnahme an dem außerschulischen Angebot vor. Der Antragsteller übernimmt die Verantwortung für die Aktivitäten, übernimmt also auch die Aufsichtspflicht und ist verantwortlich für die Honorarkräfte und ggf. für Ehrenamtliche und eingesetztes Personal. Die Angebote werden von qualifiziertem externen Personal verantwortet und durchgeführt, das nicht der Schule angehört. Erzieher*innen oder Lehrer*innen übernehmen also höchstens unterstützende Aufgaben außerhalb ihrer dienstlichen Verpflichtungen. Eine Honorierung dieses Personals der Schule erfolgt nicht.

Unter welchen Bedingungen können wir in der Kita oder im Hort arbeiten?

Unter welchen Bedingungen können wir in der Kita bzw. im Hort arbeiten?
Soweit es sich um Kindertagesstätten und Horte handelt (öffentliche oder freie Trägerschaft spielt keine Rolle), müssen die folgenden Kriterien vollständig erfüllt sein:

  • Die in/mit der Kindertagesstätte und in Kinderhorten stattfindenden Angebote dauern höchstens drei Monate. Abweichungen von dieser zeitlichen Beschränkung sind nur möglich, soweit die BKJ nach individueller Prüfung vorab schriftlich zugestimmt hat.
  • Die Angebote haben nicht das Ziel, die Betreuungssituation in der Einrichtung zu verbessern. Die gesetzlichen oder vertraglichen Anforderungen an den Betreuungsschlüssel werden stets auch ohne das Projekt gewährleistet. Eine verlässliche Integration in den Tages-/Wochenplan der Einrichtung findet demnach nicht statt.
  • Die Angebote richten sich nicht an sämtliche Kinder einer Betreuungsgruppe oder einer Einrichtung, sondern finden in individuellen Projektgruppen statt, die in der jeweiligen Zusammensetzung nur für das jeweilige Projekt besteht (begrenzte Plätze für die Teilnahme).
  • Das Angebot ist freiwillig. Die Entscheidung für die Teilnahme an dem „Künste öffnen Welten“-Angebot wird von jedem Kind bzw. für jedes Kind durch die Eltern individuell getroffen.

Auch die Verantwortlichkeiten müssen klar abgegrenzt zur Kindertagesstätte sein. Ein anderer, von der Kindertagesstätte/Hort unabhängiger Träger übernimmt als Antragsteller die Verantwortung und fungiert als Veranstalter – die Kindertagesstätten und Horte treten demnach nicht als Veranstalter auf. Dementsprechend liegt ein Einverständnis der Eltern für die Teilnahme vor. Der Antragsteller übernimmt die Verantwortung für die Aktivitäten (Durchführung, Festlegung von Zielen, Inhalten, Methoden), übernimmt also auch die Aufsichtspflicht und ist verantwortlich für die Honorarkräfte und ggf. für Ehrenamtliche und eingesetztes Personal. Die Angebote werden von qualifiziertem externem Personal verantwortet und durchgeführt, das nicht der Kindertagesstätte angehört. Erzieher*innen übernehmen also höchstens unterstützende Aufgaben. Eine Honorierung dieses Personals der Kindertagesstätte erfolgt nicht.

Was wird bei der Außerunterrichtlichkeit als „Freizeit“ verstanden?

Die Teilnahme am Angebot muss freiwillig sein, d. h. in ihrer frei gestaltbaren Zeit stattfinden. Freizeit bedeutet, dass die Kinder und Jugendlichen nach Hause gehen oder andere Aktivitäten wahrnehmen können, zu denen sie nicht verpflichtet sind. Dies ist nicht Fall, wenn sich beispielsweise Schüler*innen im Rahmen von Wahlpflichtkursen zwischen verschiedenen Angeboten entscheiden müssen.

Was müssen wir bei den Schnupperangeboten beachten?

Voraussetzung für die geförderten Angebote im Rahmen von „Künste öffnen Welten“ ist, dass die Angebote außerunterrichtlich stattfinden, also nicht in den Zeiten, in denen Kinder oder Jugendliche zur Anwesenheit verpflichtet sind. Die einzige Ausnahme sind Schnupperangebote, mit denen auf die Angebote aufmerksam gemacht wird und mit denen die Kinder und Jugendlichen animiert und motiviert werden, an dem Projekt teilzunehmen. Die Schnupperangebote können unter bestimmten Voraussetzungen auch während der verpflichtenden Schulzeit durchgeführt werden, jedoch müssen in diesem Fall nachfolgende Bedingungen eingehalten werden:

  • Die Angebote müssen dazu dienen, dass die Teilnehmer*innen bzw. Zuschauer*innen für die weiteren Module des Projektes gewonnen werden bzw. in diese eingeführt werden.
  • Jedes Kind bzw. jede*r Jugendliche darf nur an max. drei dieser Schnupperangebote teilnehmen.
  • Die Kinder/Jugendlichen müssen freiwillig teilnehmen, d. h. dass es parallel zu den Schnupperangeboten, die im Rahmen von „Künste öffnen Welten II“ stattfinden, alternative Angebote für Kinder/Jugendliche gibt, die nicht teilnehmen wollen.
  • Von einzelnen Schnupperangeboten sind nur wenige, d. h. max. zwei Unterrichtsstunden bzw. gebundene Ganztagsstunden betroffen. Es findet nur ein Schnupperangebot am Tag statt.
  • Das Angebot muss außercurricular verankert sein, d. h. es darf keinen Lehrplanbezug haben.
  • Die inhaltlich-organisatorische Verantwortung und Aufsichtspflicht muss beim außerschulischen Partner liegen.

Die Anzahl der Schnupperangebote ist begrenzt und muss im angemessenen Verhältnis zu der angestrebten Teilnehmer*innen-Zahl, zur Zielgruppe und zum geplanten Projektzeitraum stehen.

Was bedeutet Abgrenzung zur Förderung nach SGB VIII?

Das SGB VIII regelt die Leistungen gegenüber jungen Menschen sowie deren Familien. Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe in den Ländern und Kommunen sind verantwortlich dafür, dass diese Leistungen erbracht werden, z. B. durch Jugendämter und öffentliche Jugendeinrichtungen. Da durch die Bundesmittel aus dem Programm „Kultur macht stark“ keine Angebote finanziert werden dürfen, die in der Hoheit von Ländern oder Kommunen liegen und keine Doppelförderung von Maßnahmen stattfinden darf, muss hier eine klare Abgrenzung sichergestellt sein. Das gilt analog auch für die verpflichtenden Angebote im Rahmen der Flüchtlings- und Integrationshilfen.
Das heißt, verpflichtende Angebote, die in die Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe fallen, müssen von den Angeboten von „Künste öffnen Welten“ inhaltlich und strukturell (also auch personell) abgegrenzt werden. Im Konkreten handelt es sich dabei zum Beispiel um Maßnahmen der Jugendsozialarbeit gem. §13 SGB VIII, die ein breites Spektrum an Unterstützungsleistungen vorsehen und zu denen die Länder und Kommunen verpflichtet sind, aber auch Hilfen zur Erziehung oder Heimerziehung.
Sollten in ihrem Bündnis Partner sein, die für diese Aufgaben gefördert werden, muss darauf geachtet werden, dass

  • die Angebote neu sind und nicht bereits in dieser Form durch SGB VIII-Mittel gefördert werden/wurden,
  • die bisherigen Aktivitäten parallel und unverändert weiterlaufen. Mit den geförderten Aktivitäten wird also ein wirkliches Mehrangebot geschaffen.
  • die Teilnahme der Kinder und Jugendlichen an dem Angebot im Rahmen von „Künste öffnen Welten“ freiwillig ist. Die Kinder und Jugendlichen (bzw. deren Eltern) können selbst und individuell entscheiden, ob sie an diesen zusätzlichen Aktivitäten teilnehmen.
  • unterschiedliche Kinder und Jugendliche an dem Angebot teilnehmen, d. h. die Gruppe sich nicht ausschließlich aus Kindern und Jugendlichen zusammensetzt, die nach SGB VIII bzw. durch Flüchtlings- und Integrationshilfen gefördert werden.

Die organisatorische, inhaltliche und personelle Gesamtverantwortung muss außerhalb eines Bündnispartners liegen, der für Maßnahmen nach SGB VIII oder der Flüchtlings- und Integrationshilfe gefördert wird. Seine hauptamtlichen Mitarbeiter*innen dürfen im Rahmen des „Künste öffnen Welten“-Projektes keine projektverantwortlichen Aufgaben und Funktionen übernehmen und auch nicht zusätzlich honoriert werden.
Viele Bündnispartner, die als freie oder öffentliche Träger der Jugendhilfe agieren, werden zwar auf Grundlage des SGB VIII gefördert – oft aber für offene Angebote, die z. B. als Jugendarbeit unter § 11 oder §12 SGB VIII freiwillige Aufgaben der Länder und Kommunen sind. Da es sich im letzteren Fall nicht um Pflichtangebote der öffentlichen Hand handelt, sind in diesem Rahmen Kooperationen und Ergänzungen durch „Künste öffnen Welten“-Angebote möglich.

FAQ: Gruppengröße und Zeitumfang der Projekte

Was ist mit „Kerngruppe“ gemeint?

Ihr Projekt soll sich an eine bestimmte Anzahl an Teilnehmer*innen richten. Mindestens müssen dies 12 Teilnehmer*innen, maximal sollten es 40 Teilnehmer*innen sein. Für so viele Kinder und Jugendliche sollten Sie Plätze schaffen. Für diese Teilnehmer*innen/Plätze muss das Angebot mind. 60 Zeitstunden innerhalb eines Jahres dauern bzw. zugänglich sein. Näheres zur Stundenzahl und deren Aufteilung erfahren Sie hier. Das bedeutet letztlich, dass Sie die Teilnehmer*innen-Zahl/Plätze) und damit die Kapazität an Teilnehmer*innen, die Ihr Projekt aufnehmen kann, innerhalb dieser Größe von 12 bis 40 die Teilnehmer*innen selbst definieren können. Diese Plätze bzw. Kapazität bezeichnen wir als „Kerngruppe“.

Muss die „Kerngruppe“ immer konstant besetzt bleiben, d. h. müssen es immer die gleichen Teilnehmer*innen sein?

Frei entscheiden können Sie sich, ob Sie eher mit einer festen Gruppe zusammenarbeiten, d. h. beispielsweise im Rahmen von Theater- oder Orchesterprojekten davon ausgehen, dass sich innerhalb der mind. 60 Projektstunden im Jahr die Zusammensetzung nicht oder nur geringfügig ändert und die Teilnehmer*innen sehr regelmäßig teilnehmen. Es ist genauso möglich, ein ganz offenes Angebot zu machen/unterbreiten, zu dem sich an jedem Veranstaltungstag die Teilnehmer*innen neu zusammenfinden können. In diesem letzten Fall ist es aber unbedingt notwendig, dass dieses offene Angebot insgesamt mind. 60 Zeitstunden im Jahr umfasst und es den angesprochenen Teilnehmer*innen auch möglich ist, an diesen 60 Stunden teilzunehmen. Das bedeutet zum Beispiel: Der Standort sollte nicht gewechselt werden.

Diese Kerngruppe/Platzzahl bzw. feste/verlässliche Kapazität Ihres Projektes hat Einfluss auf die Fördersumme, die Ihnen zur Verfügung steht und maximal 750 Euro pro Jahr und Teilnehmendenplatz umfasst. Sie können jenseits der Kerngruppe Ihr Projekt um einzelne Angebote ergänzen, an denen auch mehr/andere Kinder und Jugendliche teilnehmen, wenn dies konzeptionell nachvollziehbar ist.

Können wir auch in kleineren Gruppen arbeiten?

Eine im BKJ-Konzept förderfähige Kerngruppe soll mind. 12 und max. 40 Teilnehmer*innen umfassen. Diese Kerngruppe kann in den Angeboten jedoch in kleinere Gruppen unterteilt, d. h. binnendifferenziert werden. Das kann auf unterschiedliche Weise geschehen, indem Sie z. B. mehrere und unterschiedliche Angebote parallel laufen lassen (ein Theaterkurs, ein Musikkurs, ein Filmkurs) oder indem Sie nach einem Turnus von drei oder sechs Monaten (mit insgesamt mind. 60 Stunden Angebot pro Teilnehmer*in) das Angebot wiederholen und sich an neue Teilnehmer*innen wenden.

 

Wer wird als Teilnehmer*in gezählt?

 

Da die Förderung auf festen Beträgen basiert, ist natürlich entscheidend, wen Sie im Rahmen von Teilnahmelisten als Teilnehmer*in nachweisen können. Als Teilnehmer*innen zählen bei den Nachmittagskursen und Wochenend-/Ferienworkshops alle Kinder und Jugendlichen, die am jeweiligen Veranstaltungstag Ihr Angebot genutzt haben und mind. 3 und maximal 18 Jahre alt sind – ganz unabhängig davon, ob sie auch weitere Veranstaltungstage genutzt haben bzw. nutzen werden. Bitte stellen Sie sicher, dass diese alle auf den Listen dokumentiert werden.

Was ist damit gemeint, dass das Projekt mindestens 60 Stunden pro Jahr umfassen soll?

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass das Projekt mind. 60 Zeitstunden im Jahr dauert. Ausnahme bildet das Jahr 2022, weil die Förderung am 30.06. endet und entsprechend zeitliche Reduktionen notwendig sind. Bitte stellen Sie entsprechend für Ihre Kerngruppe bzw. Teilnahme-Plätze sicher, dass diese 60 Stunden für die einzelnen Teilnehmer*innen zugänglich sind. Näheres dazu, was mit „Kerngruppe“ gemeint ist, erfahren Sie hier. Diese 60 Stunden können Sie auf Nachmittagskurse, die mind. 1,5 Stunden dauern, Doppelkurstermine (mind. drei Stunden) oder Wochenend- und Ferienworkshops, die mit sechs Stunden am Tag berechnet werden, frei aufteilen, d. h. diese Formate auch miteinander kombinieren.

Dabei sind unterschiedliche Modelle möglich, wie Sie ein Projektjahr definieren:

  • Ein Projektjahr ist zum Beispiel ein Kalenderjahr. Dann sollten innerhalb dieses Kalenderjahres 60 Stunden angeboten werden. Ob Sie dabei ein Kursangebot über 40 Wochen unterbreiten (d. h. von Januar bis Dezember arbeiten) oder die 60 Stunden auf zwei Ferienwochen verdichten, können Sie anhand Ihres Konzeptes entscheiden. Auch eine Kombination von Kursen und Wochenend-/Ferientagen ist möglich.
  • Vielleicht wollen Sie auch ein Schuljahr o. Ä., d. h. überjährig, arbeiten. Dann wäre das Schuljahr ein Projektjahr. Sie starten Ihr Projekt demnach vielleicht im September und enden im darauffolgenden Juli. Auch hier sind Sie frei, wie Sie die Stunden verteilen möchten, solange sich in der Summe daraus mindestens 60 Stunden ergeben. Beispielsweise sind es 25 Stunden von September bis Dezember und 35 Stunden von Januar bis Juli. Wichtig ist, dass Sie sich vorher entscheiden müssen, wie viele Stunden/Veranstaltungen Sie in welchem Kalenderjahr durchführen möchten, d. h. auch in welchem Verhältnis Sie die Mittel benötigen.
  • Dauert ihr Projekt mehr als ein Jahr, sollen Sie auch verhältnismäßig mehr Zeitstunden anbieten. Planen Sie ein zweijähriges Projekt, dann sind dies mind. 120 Stunden, die sich gleichmäßig auf die Kalenderjahre verteilen. Wenn Ihr Projekt eineinhalb Jahre umfasst, sollte es mind. 30 Stunden in dem einen Kalenderjahr und mind. 60 Stunden im zweiten Kalenderjahr sein (oder eben umgekehrt).

 

Müssen die 60 Stunden auch eingehalten werden, wenn wir mit Kindertageseinrichtungen oder Horten zusammenarbeiten?

Bei der Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten oder Horten beachten Sie bitte besondere Bedingungen. Wenn Sie hier innerhalb der Betreuungszeiten der Teilnehmer*innen arbeiten und damit Ihr Projekt auf maximal drei Monate begrenzt ist, könnte es schwer umsetzbar bzw. nicht sinnvoll sein, 60 Zeitstunden für die Teilnehmer*innen anzubieten. Wichtig ist, dass Sie auch hier auf einen intensiven Bildungsprozess abzielen. Bitte lassen Sie sich individuell beraten.

FAQ: Bündnisstruktur und -aufgaben: Zusammenarbeit gemeinsam gestalten

Wer kann Bündnispartner werden?

Ein Bündnis wird grundsätzlich nur aus Institutionen gebildet. Einzelpersonen bzw. im rechtlichen Sinne natürliche Personen (z. B. freischaffende Künstler*innen oder Kulturpädagog*innen) sind als Bündnispartner ausgeschlossen oder können nur gemeinsam mit einem Kunst- oder Kulturverein oder einer Einrichtung Bündnispartner werden.

Gebietskörperschaften und kommunale Einrichtungen können Bündnispartner sein. Allerdings dürfen kommunale Ämter nicht als Antragsteller/Zuwendungsempfänger fungieren. Es muss sich um nachgeordnete Einrichtungen oder Stellen handeln, die selbst praktisch tätig sind. Das sind z. B. Bibliotheken, Museen, Jugendzentren, Musikschulen.

Nur in Ausnahmefällen können Einrichtungen, die zum gleichen Träger gehören, Bündnispartner werden. Dies ist nach sorgfältiger Prüfung anderer Optionen nur dann gestattet, wenn es sich um eigenständig agierende Institutionen handelt, die unterschiedliche Profile und Kompetenzen einbringen und es bei deren Bündnispartnerschaft nicht zu Interessenskollisionen kommt.

Dachverbände und ein Mitglied dieses Verbands können keine Bündnispartner sein, solche „vertikalen“ Bündnisse sind nicht möglich.

Bündnisse sollen gemeinwohlorientiert und zivilgesellschaftlich sein: Das drückt sich darin aus, dass sie durch gemeinnützige Träger wie v. a. Vereine, öffentliche Einrichtungen und Stiftungen gebildet werden. Kommerzielle Anbieter sollten nur im Ausnahmefall Bündnispartner sein.

Ein Bündnispartner fungiert als Antragsteller.

 

Wer ist für die Organisation zuständig und wird dies entgolten?

Einer oder mehrere Bündnispartner können für die Organisation zuständig sein, in der Regel ist dies der Antragsteller. Die Verantwortung dafür darf jedoch nicht bei Kindertagesstätten, Horten oder Schulen liegen. Die Organisation kann nicht entgolten werden, da die Programmmittel ausschließlich für die unmittelbare Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen verwendet werden dürfen. Für jedes Projekt gibt es jedoch eine Verwaltungspauschale in Höhe von 5 % der verausgabten und geprüften Mittel, die ohne Nachweis eingesetzt werden kann, z. B. als Aufwandsentschädigung.

Welcher Bündnispartner kann Antragsteller sein?

Ein Bündnispartner übernimmt als Antragsteller und Zuwendungsempfänger die administrative Verantwortung. Antragsberechtigt sind alle gemeinnützigen oder öffentlich-rechtlichen Rechtspersonen. Nicht-eingetragene Vereine, GbRs oder natürliche Personen können also keinen Antrag stellen. Nähere Informationen finden sich hier.

Vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt werden können folgende Rechtspersonen: eingetragene Vereine, Stiftungen bürgerlichen Rechts, eingetragene Genossenschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Unternehmergesellschaften, Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und die Europäische Gesellschaften.

Öffentlich-rechtliche Körperschaften können auch ohne anerkannte Gemeinnützigkeit Anträge stellen. Dazu gehören neben den Gebietskörperschaften (Länder, Kreise, Kommunen) auch alle anderen Körperschaften, Stiftungen und Anstalten öffentlichen Rechts (z. B. Zweckverbände oder Kirchengemeinden). Nicht dazu gehören private Rechtspersonen (z. B. GmbHs), die lediglich im Eigentum einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft stehen.

Schulen und Kindertageseinrichtungen sowie Horte – egal ob in öffentlicher oder freier Trägerschaft – sind aus förderrechtlichen Gründen von der Antragstellung ausgeschlossen. Ob Ämter Anträge stellen können, richtet sich nach inhaltlichen Gründen: In ihrer Eigenschaft als Amt (z. B. als Schulamt) ist keine Antragstellung möglich. Ist jedoch z. B. eine Jugendbeteiligungsstelle in einem Amt eingegliedert, ist eine Antragstellung möglich. Gerne beraten wir Sie hierzu auch persönlich.

Was bedeutet „Bündniszusammenarbeit“?

Die Qualität des Bündnisses entscheidet über den Erfolg des Projektes. Die Bündnispartner (mindestens drei, d. h. Antragssteller und mindestens zwei weitere Partner) müssen gemeinsam das Projektvorhaben planen und durchführen. Hier ist es hilfreich, wenn die Partner über Erfahrung im Bereich von Kooperationen und Bildungspartnerschaften verfügen. Die Partner konzipieren und reflektieren das Projekt gemeinsam. Die drei (oder mehr) Partner klären miteinander, welchen Beitrag sie jeweils zum Erfolg des gemeinsamen Projektvorhabens leisten und welche konkreten Aufgaben sie übernehmen werden. Festgehalten wird dies in einer Kooperationsvereinbarung. Dabei ist darauf zu achten, dass die Verantwortlichkeiten angemessen und ausgewogen sowie den jeweiligen Kompetenzen und Erfahrungen entsprechend verteilt werden. Die Zusammenarbeit soll mittel- bis langfristig angelegt sein, also mindestens die Projektdauer über tragen. Über die Dauer des Projektes stimmen sich die Bündnispartner regelmäßig in Gesprächen ab und reflektieren den Projektverlauf.

Bündnispartner sollten sich durch ein gegenseitiges und projektbezogenes inhaltliches Interesse auszeichnen – und nicht durch eine wirtschaftliche Beziehung untereinander. Ein Theater zum Beispiel, das durch die Teilnehmer*innen lediglich besucht wird und dafür Eintrittsgelder erhebt, kann kein Bündnispartner sein. Ein Theater kann aber bspw. Bündnispartner werden, wenn es sich unentgeltlich in die Konzeptionsarbeit einbringt und Räume für Treffen der Jugendlichen bereitstellt.

Welche Erfahrungen und Kompetenzen sollten die Bündnispartner konkret haben?

Folgende Kompetenzen müssen im Bündnis gewährleistet sein. Die BKJ ist dabei daran interessiert, welcher Bündnispartner welche Erfahrungen und welches Know-how einbringt:

  1. Erfahrungen und Expertise in der Konzeption und Durchführung kultureller Bildungsangebote;
  2. Zugänge zu Kindern und Jugendlichen in familiären Risikolagen, die von Vertrauen geprägt sind und eine kontinuierliche Ansprache ermöglichen;
  3. Erfahrungen in der Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen in familiären Risikolagen bzw. mit heterogenen Gruppenkonstellationen;
  4. Verankerung im gemeinsamen lokalen Umfeld (Sozialraum) und Bezüge zu den Lebenswelten der Teilnehmer*innen;
  5. zivilgesellschaftliche Verankerung, ehrenamtliche Ressourcen und Aktivierungspotenziale für freiwilliges Engagement.

Wer kann die Angebote konkret durchführen?

Die Angebote können von Kultur-, Medien- oder Spielpädagog*innen, Künstler*innen oder anderen qualifizierten (Honorar-)Kräften durchgeführt werden. Es muss kein Nachweis über die Qualifizierung erbracht werden, die BKJ setzt jedoch voraus, dass die Bündnisse sichern, dass die durchführenden Personen über entsprechende Qualifikationen verfügen. Diejenigen, welche die Angebote durchführen, werden vom antragstellenden Bündnispartner per Honorarvertrag beauftragt.

Darf innerhalb eines Antrags/eines Projektes ein Bündnispartner gewechselt werden?

Änderungen in der Bündnisstruktur sind begründet möglich. Sie sind jedoch mit Blick auf das bewilligte Projektkonzept durch die BKJ zu entscheiden. Sie müssen daher vorher und frühzeitig mitgeteilt werden. Veränderungen der Bündnisstruktur benötigen die Bestätigung durch die BKJ und eine neue Kooperationsgrundlage (schriftliche Kooperationsvereinbarung).

Können Bündnispartner in mehreren Bündnissen Mitglied und/oder Antragsteller/Zuwendungsempfänger sein?

Einrichtungen können Partner in verschiedenen „Kultur macht stark“-Bündnissen sein. Wichtig ist, dass die verschiedenen Bündnisse unterschiedliche Projekte/Vorhaben durchführen. Für ein konkretes Projektvorhaben kann nur bei einem durch das BMBF geförderten Programmpartner (z. B. BKJ) ein Antrag eingereicht werden, so dass das BMBF hier Doppelförderung ausschließen kann. Mit unterschiedlichen Projektvorhaben und Maßnahmen können sich Antragsteller erneut bei dem gleichen oder bei unterschiedlichen BMBF-Programmpartnern um eine Förderung bewerben.

Kann ich mich mit einem Bündnis bewerben, in dem ich bereits bei „Kultur macht stark“/„Künste öffnen Welten“ gearbeitet habe?

Es ist möglich, in einem bereits erprobten Bündnis zu arbeiten. Es muss allerdings deutlich werden, dass ein bereits geförderter Projektansatz weiterentwickelt wurde und dass neue Kinder und Jugendliche erreicht werden. Es ist nicht möglich, bereits durchgeführte Projekte unverändert bzw. mit den gleichen Teilnehmer*innen weiterzuführen. Alternativ können Sie auch als Bündnispartner ein inhaltlich-konzeptionell ganz neues Projekt entwerfen und zur Förderung einreichen.

Was ist der Sozialraum? Was bedeutet„lokal“?

Als Sozialraum wird – kurz gesagt – das Lebensumfeld sowohl räumlich als auch sozial verstanden. Er kann Hinweise auf die konkrete Lebens- und Bildungssituation geben bzw. neue Bildungschancen schaffen, indem beispielsweise vorhandene Ressourcen des Sozialraums genutzt werden. Entsprechend sollen die Kinder und Jugendlichen in ihrem konkreten Wohn- und Lebensumfeld angesprochen werden und die Angebote im Sozialraum verankert sein. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der Sozialraum in ländlichen Gebieten anders darstellen kann als in urbanen Räumen.

Die „Lokalität“ ist also Teil des „Sozialraums“. Auch hierbei ist zu berücksichtigen, dass in städtischen Bereichen die Zuordnung „lokal“ durch die unmittelbare räumliche Nähe gegeben ist. In den ländlichen Gebieten (Gemeinden, Kreise oder regionale Landesgrenzen) kann der Begriff „lokal“ auch weiter gefasst sein, wenn dies inhaltlich gut begründbar und organisatorisch machbar ist – letztlich muss der Raum für Kinder und Jugendliche dauerhaft erreichbar sein.

Mehr fachliche Einblicke und praktische Beispiele zum Thema Sozialraum und Kulturelle Bildung finden Sie im Themenheft Sozialraum: www.kuenste-oeffnen-welten.de/sozialraum

Mehr fachliche Einblicke und praktische Beispiele zum Thema Sozialraum und Kulturelle Bildung finden Sie im Themenheft Sozialraum: www.kuenste-oeffnen-welten.de/sozialraum

Was tun wir, wenn nicht ausreichend geeignete Partner in einem Sozialraum liegen?

Die Projekte sollen vor Ort wirksam werden und stattfinden. Das heißt, Wohnort der Kinder und Jugendlichen sowie der Sitz der Bündnispartner sollen in einem Sozialraum liegen. Sollten vor Ort nicht ausreichend geeignete Partner liegen, kann das Angebot ggf. auch einen aufsuchenden Ansatz haben, indem sich die Bündnispartner räumlich in Richtung der Teilnehmer*innen bewegen. Dies muss jedoch nicht nur nachvollziehbar begründet werden, vielmehr müssen die Bündnispartner auch darstellen, dass sie sich in den Lebenswelten und im Sozialraum der Teilnehmer*innen auskennen.

FAQ: Inhalt und Struktur

Was ist mit „Jugend- und Alltagskulturen“ gemeint?

Das Programm „Künste öffnen Welten“ verfolgt einen weiten Kunst- und Kulturbegriff, der nicht nur die „klassischen“ Kunstsparten umfasst. Weitere Kulturpraktiken und kulturelle Ausdrucksformen können daher in die Projekte einbezogen werden. Dazu zählen alltägliche kulturelle Aktivitäten oder Jugendkulturen wie beispielsweise Hip-Hop, Streetart oder Cheerleading.

Inwieweit können wir kultur-, medien- und spielpädagogische Angebote mit anderen Angeboten, z. B. sozial- und erlebnispädagogischen Ansätzen kombinieren? Wie kann das geschehen?

Eine Kombination von verschiedenen pädagogischen Angeboten ist möglich und kann je nach Projektkonzept sinnvoll sein. Wichtig ist jedoch, dass im Schwerpunkt mit kultur-, medien- und spielpädagogischen Angeboten gearbeitet wird. Zur Unterstützung des Prozesses in der Gruppe können beispielsweise erlebnispädagogische Elemente bei längeren Arbeitsphasen wie Workshop-Tagen eine gute Ergänzung darstellen. Auch hat sich ein Zusammenspiel unterschiedlicher Fachkräfte bewährt, zum Beispiel, wenn die Projekte durch Sozialpädagog*innen begleitet werden.

Worauf müssen wir achten, damit Angebote/Konzepte niedrigschwellig sind?

Da sich die Angebote an Kinder und Jugendliche wenden, die bislang keinen oder wenig Zugang zu kulturellen Bildungsangeboten hatten, sollten Hürden, die einen Zugang erschweren könnten, erkannt und abgebaut werden: Ist die (An-)Sprache nicht verständlich, verschreckt der Ort aufgrund seiner Bauweise, seines Habitus oder seines Standortes, haben die Themen nichts mit den Lebenswelten zu tun, setzt die Methodik zu viel Vorwissen und Erfahrung voraus, ist die Projektdauer zu lang, ist der Kulturbegriff zu eurozentristisch oder sind die anleitenden Personen nicht geübt im Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die in familiären Risikolagen aufwachsen …?

Welche Methoden sind wichtig und wie können sie beschrieben werden?

Es geht einerseits darum, dass Sie aufzeigen, dass Sie im Bündnis über das kulturpädagogische Know-How verfügen, den Bildungsprozess zu gestalten, und dass das kreative Angebot anregend ist bzw. dem Alter und den Interessen der Teilnehmer*innen entspricht. Diese Kompetenzen und Erfahrungen müssen durch mindestens einen Bündnispartner eingebracht werden und natürlich auch durch die Honorarkräfte gewährleistet sein. Dabei geht es in erster Linie darum, dass Sie Methoden aus der Kulturellen Bildung – in Bezug auf die von Ihnen genutzten Sparten – benennen und beschreiben können, warum Sie diese gezielt einsetzen. Überlegen Sie also, wie sich der Ablauf des Projektes bzw. einzelner Einheiten gestalten soll, wie Gruppenphasen und Einzelarbeit wechseln, welche Techniken Sie wie vermitteln möchten, welche künstlerischen Mittel Sie einsetzen wollen etc.

Was bedeutet es ein Angebot „partizipativ“ zu gestalten?

In unseren Förderkriterien steht, dass die Angebote im Rahmen von „Künste öffnen Welten“ partizipativ gestaltet werden müssen. Dies bedeutet, dass die Kinder und Jugendlichen in den gesamten Prozess einbezogen werden. Das heißt z. B., dass sie die Inhalte und den Ablauf des Projektes stark mitbestimmen und/oder dass sie selbst entscheiden können, was am Ende des Projektes präsentiert werden wird oder was nicht. Schön ist es, wenn die Teilnehmer*innen eines Projektes aus verschiedenen Kunstformen bzw. Ausdrucksformen wählen können, und notwendig ist es, dass für sie Raum besteht, eigene Themen und Ideen einzubringen. Partizipation heißt, dass es Raum und Zeit braucht für Austausch, Diskussion und Gestaltung.

Was ist der Kompetenznachweis Kultur (KNK)?

Der Kompetenznachweis Kultur ist ein Bildungspass. Er wird an Jugendliche ab 12 Jahren vergeben, die aktiv an künstlerischen und kulturpädagogischen Angeboten teilnehmen. Mithilfe dieses Instruments können sie ihre personalen, sozialen, und methodischen Kompetenzen individuell und strukturiert reflektieren und dokumentieren. Er ist ein schriftlicher Nachweis darüber, welche individuellen Kompetenzen sie in dem Kulturprojekt gezeigt und weiterentwickelt haben (mehr unter www.kompetenznachweiskultur.de). Nur ausgebildete KNK-Berater*innen können den Bildungspass vergeben. Er wird im Rahmen der Förderung mit 240 Euro pro ausgestelltem Nachweis finanziert.

Integrierte digitale Angebote

Nicht alle Veranstaltungen eines Projektes müssen in Präsenzform erfolgen, sondern es können auch alternative – digitale – Formate genutzt werden, wenn diese sich schlüssig in das Konzept einbetten. Dafür kommen zum Beispiel klassisches eLearning, digitale Vernetzungsformate und begleitete Tutorials/Arbeitsphasen infrage. Sofern sinnvoll und möglich können auch Videokonferenzen durchgeführt werden.

Auch wenn sich der Ablauf in digitalen Formaten im Vergleich zu Präsenzveranstaltungen verändert, ist es wichtig, dass diese Angebote kulturpädagogisch ausgerichtet sind und begleitet werden. Es geht um interaktive, also auf Austausch orientierte Formate. Wichtig bleibt also, dass deutlich eine „pädagogische Rahmung“ erkennbar ist, also die Teilnehmer*innen nicht einfach nur irgendwas im Internet machen, sondern sie eine Ansprechperson haben, die die Inhalte aufbereitet und zur Verfügung stellt sowie für Rückfragen und Reflexionen zur Verfügung steht. Das bedeutet, dass es in der Durchführung – auch je Angebotstag – klare Phasen der Anleitung (Handlungsimpuls mit Erläuterung), des selbstständigen Arbeitens der Teilnehmer*innen, des Austauschs unter Teilnehmer*innen und des Feedbacks auf den Prozess und die (Zwischen-)Ergebnisse durch die Dozent*innen gibt. Es wird nicht erwartet, dass die Dozent*innen die ganze Zeit „anwesend“ sind. Sie können beispielsweise konkrete Zeitfenster benennen, in denen sie erreichbar sind.

Ausgangspunkt für die Teilnahme sollen jene Kinder und Jugendlichen sein, die Sie auch in ihren Präsenzveranstaltungen ansprechen bzw. erreichen und die von Diskriminierung und Risikolagen betroffen sind. Das ist mit Blick auf die die sozialräumliche Perspektive wichtig. Geschwister oder Freunde können zusätzlich teilnehmen. Es ist aber auch denkbar, dass sich der Kreis hinsichtlich „Raum“, „Alter“ oder „Risikolage/Nicht-Risikolage“ erweitert. Solange der Schwerpunkt der Teilnehmer*innen im ursprünglichen Sozialraum (Präsenzveranstaltungen) liegt, ist auch das nachvollziehbar.

Bitte beachten Sie, dass die Angebote den Interessen und (auch technischen) Möglichkeiten der durch Sie adressierten Teilnehmer*innen entspricht. Beziehen Sie diese, z.B. im Rahmen eines Schnupperangebotes oder erster Präsenzveranstaltungen, in die Planungen ein.

Um diese Formate gut abrechnen zu können, beachten Sie bitte:

  • Die Durchführungsdauer ist weiter durch die Formate 1,5 Stunden (Kursnachmittag), drei Stunden (Doppelkursnachmittag) bzw. sechs Stunden (Wochenend-/Ferienworkshoptag) definiert. Diese Zeit sollte das Angebot jeweils die Kinder und Jugendlichen mobilisieren.
  • Für digitale Angebote können keine Verpflegungspauschalen abgerechnet werden, ansonsten gelten aber die gleichen Abrechnungswerte wie für Präsenzveranstaltungen. Die Festbeträge reduzieren sich um die Verpflegungspauschalen und entsprechen daher 7/8 der ansonsten gültigen Festbeträge.
  • Auch für digitale Veranstaltungen ist ein Teilnahme-Nachweis pro Angebotstag zu führen. Obligatorisch ist die Teilnahme-Liste, für welche beispielsweise die Honorarkraft Verantwortung übernimmt. Näheres hier.

Was genau soll in den Modulen geschehen?

Die Module sind die Projektbausteine, das heißt die durch die BKJ geförderten Angebotsformate, aus denen sich das Projekt zusammensetzt. Als Kernmodule gelten Nachmittagskurse und Wochenend-/Ferienworkshops. Nachmittagskurse finden in der Regel wöchentlich statt und haben einen Umfang von mindestens anderthalb Stunden (Doppeltermine sind möglich). Wochenend- und Ferienworkshops können eintägig oder mehrtägig stattfinden und haben einen Umfang von mindestens sechs Stunden täglich.

Ein Projektvorhaben soll den Kindern und Jugendlichen innerhalb dieser Module verschiedene Angebote unterbreiten, welche sie nachhaltig in ihrer Bildungsbiografie unterstützen, z. B.:

  • ein regelmäßiges bzw. vertiefendes künstlerisch-kreatives Angebot,
  • der Besuch von Kultureinrichtungen und -veranstaltungen,
  • die Erkundung der Kulturangebote im näheren Umfeld,
  • die Begegnungen mit Menschen, die sich in der Regel außerhalb ihrer jeweiligen Lebenswelt bewegen,
  • die öffentliche Präsentation.

Diese unterschiedlichen Inhalte können Teil der Nachmittagskurse und Wochenend-/Ferienworkshops sein.

Zusätzlich können Schnupperangebote durchgeführt werden. Schnupperangebote dienen am Beginn eines Projektes oder einer Projektphase der praktischen Vorstellung des Projektes, um neue Teilnehmer*innen zu werben. Sie können daher ausnahmsweise auch im Rahmen der Unterrichts- oder Kitakernzeit in Kindertagesstätten durchgeführt werden.

Es besteht zudem die Möglichkeit, zur Stärkenreflexion an einzelne Teilnehmer*innen ab 12 Jahren den Kompentenznachweis Kultur (KNK) zu vergeben. Dies muss duch zertifizierte Berater*innen geschehen. Weitere Informationen unter www.kompetenznachweiskultur.de.

Keines der Module darf in der verpflichtenden Schulzeit stattfinden. Die einzige Ausnahme ist das Schnupperangebot, für das besondere Vorgaben gelten. Projekte mit Kindertagesstätten sind zeitlich begrenzt:

Die Module dienen als Grundlage für die Kalkulation. Bitte beachten Sie dazu die finanziellen Hinweise.

 

 

Besteht die Möglichkeit, einzelne Module auch im Ausland durchzuführen?

Prinzipiell besteht auch die Möglichkeit, Module im Ausland durchzuführen, wenn diese schlüssig ins Gesamtkonzept integriert sind und das Gebot der sparsamen und wirtschaftlichen Mittelverwendung beachtet wird. Hierfür bieten sich z. B. Workshops an. Im Ausland ansässige Einrichtungen können jedoch nicht Bündnispartner sein, und Kinder und Jugendliche, die ihren Wohnsitz im Ausland haben, können nicht gefördert werden. Die generell geltenden festen Beträge für die Ausgaben sind auch hierfür gültig.

FAQ: Teilnehmer*innen

Was passiert, wenn ich weniger als die beantragte Anzahl an Teilnehmer*innen erreiche?

Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist nicht nur relevant für den Projekterfolg, sondern ist auch Grundlage der Projektfinanzierung. Das heißt, dass die Förderhöchstgrenze aufgrund der festen Beträge entsprechend der beim Angebot erschienenen und dokumentierten Teilnehmer*innen berechnet werden. Neben dem finanziellen Aspekt kann eine Reduktion der teilnehmenden Kinder oder Jugendlichen Auswirkungen auf die Durchführung haben. Daher bitten wir Sie, sich bei der Geschäftsstelle der BKJ zu melden, sobald Sie relevante Abweichungen von der Planung und Kalkulation wahrnehmen. Wir werden dann gemeinsam mit Ihnen überlegen, wie Sie auf die Gegebenheiten reagieren können. Die finanziellen Auswirkungen einer reduzierten Teilnehmer*innen-Zahl finden Sie hier: Finanzierungshinweise, Punkt 3 – Koppelung der Förderung an die festen Beträge.

Dürfen Jugendliche und andere Menschen, die älter als 18 Jahre sind (Eltern, Geschwister, Peers…), an Projekten/Veranstaltungen teilnehmen?

Die Angebote richten sich an eine Kerngruppe von Kindern im Vorschulalter (ca. 5 Jahre) bis hin zu Jugendlichen, die maximal 18 Jahre alt sind. Auch jüngere Kinder werden als Teilnehmer*in gezählt, wenn sie mind. 3 Jahre alt sind. Dies sind die Teilnehmer*innen (von 3 bis 18 Jahren), für die Sie die Förderung über die festen Beträge erhalten. Jugendliche, die älter als 18 Jahre sind, können im Einzelfall an den Projekten bzw. Veranstaltungen teilnehmen. Ebenso können, wenn es konzeptionell begründet ist, Eltern, Großeltern, Geschwister, Peers etc. an einzelnen Angeboten teilnehmen. Diese zusätzlichen Personengruppen sind, wie auch die Jugendlichen ab ihrem 19. Geburtstag, nicht mehr förderfähig. Sprich: Es können keine festen Beträge für sie gezahlt werden. Jedoch können ihre „Verbrauchskosten“ abgerechnet werden – das bedeutet, die Kosten für Verpflegung- und Fahrtkosten oder Eintrittskarten etc., die während der Angebote anfallen. Sie werden aus den Geldern bestritten, die Sie als feste Beträge für die förderfähigen Teilnehmer*innen erhalten.

Wie beschreibe ich die Zugänge zu der Zielgruppe?

Es ist wichtig, dass Sie darstellen können wie Sie die Teilnehmer*innen aus Ihrem Projekt erreichen. Dabei geht es darum, dass Sie konkrete Zugänge zu der Zielgruppe aufzeigen können bzw. ein schlüssiges Konzept der Ansprache entwickeln. Diese Zugänge können z. B. gegeben sein durch Bündnispartner (Jugendclub, Schule in einem bestimmten Sozialraum), durch Schnupperangebote oder dadurch, dass Ihr Angebot aufsuchend ist, d. h. dorthin geht, wo die Kinder und Jugendlichen sind.

Wie erfolgt der Nachweis über die Situation der Teilnehmer*innen?

Es ist kein individueller, das heißt personenbezogener, Nachweis notwendig und gewünscht. Risikolagen können z. B. über sozialräumliche Daten der Kommune bzw. des Bezirkes beschrieben werden. Dazu können beispielsweise Übergangsquoten auf weiterführende Schulen, Anteil der ALG II Empfänger*innen und Arbeitssuchenden, Anteil von Alleinerziehenden etc. dargestellt werden. Ergebnisse der letzten statistischen Erhebungen sind z. B. unter www.bildungsmonitoring.de bzw. www.zensus2011.de zusammengefasst und können als Erläuterungen herangezogen werden.

In Regionen, in denen diese Daten die Risikolagen weniger belegen, sollten andere Darstellungen eingebracht werden. Das geht beispielsweise über die Daten von Kooperationspartnern (z. B. Anteil an von der Lernmittelzahlung befreiten Schüler*innen einer Schule) oder auch über die Zusammenarbeit mit bestimmten Partnern und deren Nutzer*innen-Struktur, z. B. Schulsozialarbeit, Jugendzentren.

 

Bitte beachten Sie, wenn Sie zusätzlich folgende Teilnehmer*innen einbinden:

  • Bei geflüchteten Kindern und Jugendlichen kann ohne weiteren Nachweis von einer Risikolage ausgegangen werden. Bitte stellen Sie aber auch hier dar, wie Sie die Geflüchteten erreichen möchten und wie Sie Begegnungen mit anderen Kindern und Jugendlichen ermöglichen möchten. Bitte beschreiben Sie bei den nicht-geflüchteten Kindern und Jugendlichen bitte die familiären Hintergründe und Risikolagen im Umfeld.
  • Projekte, die in gemischten Gruppen auch mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen arbeiten, sind ausdrücklich erwünscht. Wenn Sie dafür bspw. eine Kooperation mit einer Förderschule eingehen, braucht die Risikolage hier nicht gesondert beschrieben werden. Eine Beschreibung für alle weiteren Teilnehmer*innen ist aber notwendig.

 

Was ist mit „familiäre Risikolagen“ gemeint?

Familiäre Risikolagen sind in den letzten Bildungsberichten („Bildung in Deutschland“) beschrieben. Sie sind für Kinder und Jugendliche dann gegeben, wenn ihre Eltern einen formal geringen Abschluss haben, wenn sie von Arbeitslosigkeit betroffen sind und/oder sich die Familie in einer finanziellen Notlage befindet, weil sie z. B. auf Transferleistungen angewiesen ist oder an der Armutsgrenze lebt. Im Schwerpunkt sollen in den Projekten von „Künste öffnen Welten“ Kinder und Jugendliche erreicht werden, die unter diesen erschwerten Bedingungen aufwachsen. Zusätzlich können auch diejenigen Kinder und Jugendlichen angesprochen werden, die nicht ausreichend lesen und schreiben können. Kinder und Jugendliche mit Migrationsbiografie oder in ländlichen Räumen sind nicht per se von „familiären Risikolagen“ betroffen. Bei Kindern und Jugendlichen, die Fluchterfahrung haben, gehen wir aufgrund ihrer Lebenssituation in Deutschland jedoch davon aus.

Generell gilt bei der Projektgestaltung aber, dass keine Kinder und Jugendlichen ausgeschlossen werden und daher die Projekte auch Kindern und Jugendlichen zugänglich sein sollen, die nicht in Risikolagen aufwachsen. Dies ist im Sinne nicht-stigmatisierender und begegnungsoffener Arbeit auch wichtig. Eine heterogene, also vielfältig zusammengesetzte Gruppe ist beispielsweise im Sinne erfolgreicher inklusiver und diversitätsbewusster Ansätze unbestritten sinnvoll. Beachten Sie dabei folgende Bedingung: Der Schwerpunkt auf dem Erreichen von Kindern und Jugendlichen in Risikolagen ist Förderkriterium und dann gewahrt, wenn mind. die Hälfte der Beteiligten dieser Gruppe angehört.

Gelten ländliche Räume aufgrund ihrer infrastrukturellen Lage per se als benachteiligt?

Nein. Ländliche Räume gelten zwar als strukturschwach und zumeist gibt es weniger Angebote und Zugänge zu Kultureller Bildung – ganz unabhängig vom familiären Umfeld. Jedoch begründet dies keine Risikolage der Kinder und Jugendlichen im genannten Sinne. Insofern besteht auch bei Projekten in ländlichen Räumen die Aufgabe, junge Menschen, die in familiären Risikolagen aufwachsen, anzusprechen. Dies kann beispielsweise durch Bündnispartner gesichert werden, die Zugänge zu diesen Kindern und Jugendlichen haben.

FAQ: Finanzierung und Administration

Können Ehrenamtliche eine Aufwandsentschädigung erhalten?

Ja, die Zahlung von sogenannten Übungsleitungspauschalen ist möglich. Hierunter fallen Einnahmen aus nebenberuflichen Tätigkeiten als Übungsleiter*in, Ausbilder*in, Erzieher*in, Betreuer*in oder vergleichbaren nebenberuflichen Tätigkeiten sowie aus nebenberuflichen künstlerischen Tätigkeiten. Diese Einnahmen sind dann für die betreffende Person bis zu einem Höchstbetrag von 2.400 Euro im Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei (§ 3 Nr. 26 EStG).

Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die Abrechnung in der Ausgabenkategorie „Honorare“. Für Ehrenamtliche gelten dabei dieselben Vorgaben wir für Honorare (Einhaltung der Höchstsätze, vorherige schriftliche Vereinbarung, Tätigkeitsnachweis durch Stundenaufschreibung).

Dürfen wir Eigen- oder Drittmittel in das Projekt einbringen?

Die Förderung erfolgt im Normalfall als Vollfinanzierung aller zuwendungsfähigen Ausgaben. Dabei sind zwar Eigenleistungen des Antragstellers und der Bündnispartner notwendig und werden auch erwartet (z. B. für die Konzeptions- und Verwaltungsarbeit, aber auch für nicht-zuwendungsfähige Ausgaben wie Investitionen oder Personal) – bare Eigenmittel brauchen jedoch nicht eingebracht werden.

Das Einbringen von Drittmitteln ist für Antragsteller in der Regel wenig attraktiv, weil Drittmittel voll auf die Förderung durch „Künste öffnen Welten“ angerechnet werden, sich die Zuwendung also entsprechend reduziert.
Grundsätzlich ist die Kombination mit privaten (nicht-öffentlichen) Fördermitteln allerdings möglich, muss aber individuell daraufhin geprüft werden, dass sämtliche Vorgaben von „Künste öffnen Welten“ nicht im Widerspruch zu Vorgaben des privaten Förderers stehen. Wir empfehlen in solchen Fällen, im Vorfeld Kontakt mit uns aufzunehmen, weil es dabei häufig Probleme gibt. Die Kombination von Fördermitteln aus „Künste öffnen Welten“ mit anderen öffentlichen Fördermitteln ist in keinem Fall möglich.

Was machen wir, wenn deutlich weniger Teilnehmer*innen zu Angeboten kommen als geplant?

Wenn weniger Teilnehmer*innen an den Angeboten teilnehmen, reduziert sich auch entsprechend die Förderhöhe. Bei der Festlegung der festen Beträge wurde bereits ein gewisser Teilnehmer*innen-Schwund berücksichtigt.

Da es keinen verbindlichen Veranstaltungsplan gibt, ist es jedoch auch möglich, weniger Teilnehmer*innen auszugleichen. Das ist sowohl durch zusätzliche Termine möglich als auch durch Termine mit mehr Teilnehmer*innen als geplant. Zum Beispiel wie folgt:

  • Waren neun Termine mit je 20 Teilnehmer*innen geplant (9 x 20 = 180) und nahmen dann aber nur jeweils 18 Teilnehmer*innen daran teil (9 x 18 = 162), könnte das durch einen zusätzlichen Termin mit 18 Teilnehmer*innen wieder ausgeglichen werden (10 x 18 = 180).
  • Waren zwei Termine mit je 20 Teilnehmer*innen (2 x 20 = 40) geplant und kamen bei dem ersten Termin nur 15 Teilnehmer*innen, lässt sich das auch dadurch ausgleichen, wenn beim zweiten Termin dafür 25 Teilnehmer*innen dabei waren (15 + 25 = 40)

Findet kein Ausgleich statt, muss die zu viel gezahlte Förderung zurückgegeben werden. Sollte die Teilnehmer*innen-Zahl im Projektverlauf so stark sinken, dass damit die Fixkosten nicht mehr gedeckt werden können, ist die unmittelbare Kontaktaufnahme zur Geschäftsstelle der BKJ erforderlich. In diesem Fall müssen entweder noch einmal Teilnehmer*innen geworben werden oder aber das Projekt abgebrochen werden.

Wie weisen wir die Zahl der Teilnehmer*innen nach?

Bei Nachmittagskursen sowie bei Wochenend-/Ferienworkshops müssen die Teilnehmer*innen ihre Anwesenheit auf den Teilnahmelisten mit ihrer Unterschrift bestätigen. Bei Teilnehmer*innen, die (noch) nicht schreiben können, sind die Projektdurchführenden für den Nachweis verantwortlich. Über die Altersregelungen zu persönlichen Unterschriften werden Sie im Zuge der Zuwendungsverträge informiert. Auch für digitale Angebote sind Teilnahmelisten zu führen und die Teilnahme ist durch die Honorarkraft und eine weitere Person zu bestätigen. Bei jungen Menschen ab dem Teenager-Alter muss in digitalen Formaten ergänzend eine alternative Form der Anwesenheit erfolgen, z. B. durch Screenshots von Videokonferenzen, Chat-Auszügen oder Mailbestätigungen.

Die BKJ stellt für Teilnahmelisten Vorlagen bereit. Bei Schnupperangeboten sind alternativ zu Teilnahmelisten auch Fotos möglich oder Bestätigungen der jeweiligen Veranstaltungsorte möglich, insofern diese Orte nicht mit dem Antragsteller identisch sind. Beim Kompetenznachweis Kultur dient eine Kopie des Deckblatts mit dem Namen des*der Teilnehmer*in als Nachweis.

Bitte beachten Sie, dass nur junge Menschen als Teilnehmer*innen gelten, die nicht älter als 18 Jahre sind, und nur für die Teilnahme dieser Personen auch feste Beträge geltend gemacht werden können. Für ältere Personen, Angehörige, Ehrenamtliche, Honorarkräfte etc. können demnach keine festen Beträge geltend gemacht werden. Dass auch für sie naturgemäß Ausgaben entstehen, wurde bei der Festlegung der Höhe der festen Beträge bereits berücksichtigt. Diese Ausgaben werden aus den Geldern bestritten, die Sie als feste Beträge für die förderfähigen Teilnehmer*innen erhalten.

Wozu dienen die festen Beträge?

Mit den festen Beträgen werden die Kalkulation und die Abrechnung der Projekte vereinheitlicht und vereinfacht. Damit wird die Abrechnung auch transparenter und vergleichbarer sowie die Förderung planbarer. Die festen Beträge für die einzelnen Module wurden anhand der Erfahrungswerte aus der ersten Förderperiode ermittelt.

Im Antrag braucht dadurch keine ausführliche Kalkulation erfolgen. Sie müssen lediglich angeben, wie viele Veranstaltungen mit wie vielen Teilnehmer*innen geplant sind. Daraus ergibt sich dann der Förderhöchstbetrag.

In der Abrechnung braucht nicht differenziert dargestellt werden, in welchem Maße Einsparungen bei weniger Teilnehmer*innen vorgenommen werden konnten. Stattdessen reduziert sich die Förderung automatisch. Gleichzeitig haben Sie jedoch die transparente Möglichkeit, bei weniger Teilnehmer*innen diese auch selbstständig und ohne Rücksprache auszugleichen (ausführlich siehe hier).

Was ist die Verwaltungspauschale?

Alle Projekte erhalten eine Verwaltungspauschale, nachdem die Prüfung des jeweiligen Nachweises bei der BKJ abgeschlossen ist. Die Prüfung des Nachweises nimmt erfahrungsgemäß einige Zeit in Anspruch, jedoch im Regelfall nicht länger als ein Jahr.

Die Verwaltungspauschale beträgt 5% der anerkannten Zuwendung und kommt zur Zuwendung hinzu. Die Zahlung erfolgt automatisch und der Antragsteller erhält hierüber eine Abrechnung. Ein Nachweis oder eine Erläuterung für die Verwendung der Verwaltungspauschale ist nicht notwendig.

Wer übernimmt die Kosten bei den Programmveranstaltungen der BKJ?

Die Kosten für Programm, Verpflegung und Unterkunft werden komplett übernommen und brauchen nicht durch die Antragsteller finanziert werden. Pro Projekt können wir zusätzlich Fahrtkosten bis zu einer Höhe von 130 Euro erstatten. Da nicht immer Sparpreise bei der Bahn verfügbar sind, bieten wir in Kooperation mit der Deutschen Bahn ein vergünstigtes Veranstaltungsticket zum Festpreis von 129 Euro an (für beide Richtungen). Mehr Informationen und Buchung unter https://bkj.nu/ticket. Bei Anreise mit dem privaten PKW können 20 Cent je Kilometer bis zum genannten Höchstbetrag übernommen werden.

Ist ein vorzeitiger Maßnahmebeginn möglich?

Nein. Das Projekt darf frühestens zum im Zuwendungsvertrag genannten Bewilligungsbeginn gestartet werden. Dieser Termin wird niemals vor dem Datum des Zuwendungsvertrages liegen. Ausgaben, die vor diesem Termin angefallen sind oder vereinbart wurden, sind nicht zuwendungsfähig.

Ist ein späterer Maßnahmebeginn möglich?

Im Einzelfall ja. In Absprache ist es möglich das Projekt max. sechs Monate später zu beginnen als geplant, sofern sich keine Mittel zwischen den Haushaltsjahren verschieben.

Welche Ausgaben können nicht gefördert werden?

Ausgeschlossen sind insbesondere folgende Ausgaben:

  • Ausgaben außerhalb des Bewilligungszeitraumes (insbesondere davor)
  • Ausgaben, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit der Durchführung der Angebote stehen (z. B. solche für Bündnistreffen, Konzeptionsarbeiten, Verwaltungstätigkeiten etc.)
  • Ausgaben, die nicht unbedingt notwendig sind (z. B. Pfand, Geschenke, Alkohol, Luxusartikel)
  • Ausgaben für Anschaffungen, damit gemeint ist der Kauf oder die Herstellung von Gegenständen, die einzeln mehr als 410 Euro (ggf. plus Mehrwertsteuer) kosten – maßgeblich ist der Preis je Wirtschaftsgut (einzelne Trommeln zu kaufen, um daraus ein Schlagzeug zu bauen, bringt also nichts)
  • Ausgaben für Personal – das gilt für sämtliche Personen, die bei der Sozialversicherung meldepflichtig sind, also auch für 450-Euro-Kräfte, kurzfristig Beschäftigte, Freiwillige in einem FSJ oder BFD etc.
  • Ausgaben, die nicht zusätzlich sind: Ein Raum, der bereits vor dem Projekt angemietet wurde, wurde nicht zusätzlich angemietet und kann daher nicht abgerechnet werden; gleiches gilt für Eigenbelege – gehört dem Antragsteller bspw. eine Übernachtungsstätte kann er sich hierfür nicht selbst eine Rechnung ausstellen, sondern nur die zusätzlichen Ausgaben geltend machen (z. B. gekaufte Lebensmittel)

Bitte sprechen Sie uns an, falls Sie sich nicht sicher sind.

Kann ich für unterschiedliche Vorhaben mehrere Projektanträge bei „Künste öffnen Welten“ stellen?

Ja, für unterschiedliche Vorhaben ist das möglich. Das Auswahlgremium entscheidet darüber im Einzelfall. Wir empfehlen, im Projektkonzept ggf. darzustellen, wie sich beide Vorhaben abgrenzen.

Kann ich für unterschiedliche Vorhaben mehrere Projektanträge bei verschiedenen Programmpartnern von „Kultur macht stark“ stellen?

Ja, für unterschiedliche Vorhaben ist das möglich. Bitte beachten Sie dabei, dass die Vorgaben bei den verschiedenen Programmpartnern zwar in den Grundsätzen ähnlich sind, sich im Detail aber stark unterscheiden können.

FAQ: Weitere Entwicklungskriterien und Entwicklungsimpulse

Was ist mit „Lebenswelten“ gemeint?

Die Lebenswelten sind die Orte und Themen, in denen sich die Kinder und Jugendlichen bewegen, womit sie sich beschäftigen und was sie beschäftigt. Dies können sowohl ganz unmittelbare Orte und Dinge sein, als auch virtuelle Räume. Also zum Beispiel ein öffentlicher Platz, die Einkaufsstraße, der Wald als Aufenthaltsraum oder auch ein Thema, das Kinder oder Jugendliche in ihrem Alltag beschäftigt wie Liebe, Freundschaft, Mobbing, Diskriminierung, etc. Alle Beispiele beziehen sich auf die Welt, in der sie leben – emotional, gedanklich oder physisch.

Wie können wir mehr über die Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen erfahren?

Am besten können die Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen durch die Kinder und Jugendlichen selbst beschrieben werden. Ihre frühzeitige Einbeziehung in die Projektplanung oder -durchführung ist dafür sinnvoll. Um die Kinder und Jugendlichen gut anzusprechen und zu erreichen, braucht es mindestens einen Partner im Bündnis, der einen Zugang zu ihnen gewährleisten kann. Dies kann ein Jugendclub, die Schulsozialarbeit, ein Fußballverein o. ä. sein.

Wie können wir die Einbindung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen, wie z. B. durch Fluchterfahrung oder durch körperliche oder geistige Be_Hinderung, realisieren?

Um Begegnungen, Zusammenleben und Inklusion zu fördern, konzipieren Sie ein Projekt, das Austausch und Dialog anregt. Dies bedeutet beispielsweise, dass…

  • … geflüchtete Kinder und Jugendliche mit Kindern und Jugendlichen, die schon länger in Deutschland beheimatet sind, einander begegnen und gemeinsam arbeiten.
  • …Kinder und Jugendliche mit Behinderungen regelmäßig mit Kindern und Jugendlichen, die nicht von Behinderungen betroffen sind, arbeiten.

Grundsätzlich heißt das, dass das Projekt inklusiv ausgerichtet und zugangsoffen sein sollte. Die Herangehensweisen und Methoden sollten die individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten der Teilnehmer*innen berücksichtigen und Raum für Austausch lassen. Für derartige Projekte besteht je nach Notwendigkeit die Möglichkeit, Extra-Mittel für Besondere Bedarfe (Hinweise zur Finanzierung/Punkt 6), wie z. B. für eine*n (Gebärden-)Dolmetscher*in, zu beantragen.

Wie können wir möglichst anti-diskriminierend, diversitätssensibel und inklusiv arbeiten?

Hinter anti-diskriminierender, diversitätssensibler und inklusiver Arbeit steckt zunächst eine Haltung. Dazu ist u. a. notwendig, die Angebote auf ihre Zugänglichkeit hin zu prüfen, die Ansprache und Kommunikationswege und -weisen zu hinterfragen und Entscheidungswege und -strukturen zu betrachten. Die Arbeit mit den Partnern und den Teilnehmer*innen muss auf Augenhöhe stattfinden, Stigmatisierungen und Pauschalisierungen müssen erkannt und vermieden werden, genauso wie Formen der Diskriminierung (soziale Zugehörigkeiten, Herkunft, Geschlecht, Alter, Gesundheit, sexuelle Orientierung etc.). Es ist hierbei notwendig, den Blick auf den*die Einzelne*n mit den jeweiligen individuellen Bedürfnissen zu richten, die Angebote zu öffnen, um einer diversen Gruppe die Möglichkeit der Teilnahme zu ermöglichen und Barrieren zu erkennen und abzubauen.

Für weitere Erläuterungen empfehlen wir Ihnen folgende Hinweise:

Was ist bei Angeboten zu beachten, bei denen ich Teilnehmer*innen mit Fluchtgeschichte einbinden möchte?

Bitte beachten Sie bei der Gestaltung von Projekten mit Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung besonders darauf, dass mit ihren Erfahrungen und Hintergründen bewusst und sensibel umgegangen wird. Gleichzeitig sollten die Fluchterfahrungen in keiner Weise alleinstehend im Vordergrund stehen und die Teilnehmer*innen darauf reduziert werden.
Wir empfehlen Ihnen zu dieser Thematik folgende Hinweise:

Wofür können Freiwillige / Ehrenamtliche eingesetzt werden?

Freiwillige und Ehrenamtliche können für verschiedene Tätigkeiten eingesetzt werden, entscheidend sind hierbei ihre Interessen und Kompetenzen. Dies kann heißen: Ehrenamtliche übernehmen die Organisation des Bündnisses, die Administration des Projektes. Freiwillige werden oft aber auch als Unterstützer*innen und Betreuer*innen in die kulturpädagogische Praxis eingebunden etc. Ihr Aufwand kann finanziell entgolten werden. (Siehe Finanzierungshinweise, Punkt 3. Koppelung der Förderung an die festen Beträge).

Wie können wir den „gesellschaftlichen Zusammenhalt“ mit Bündnisprojekten unterstützen?

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern heißt innerhalb des Programms zum Beispiel, durch Kulturelle Bildung Teilhabe und Mitgestaltung – im direkten Umfeld – zu ermöglichen, Begegnungen unterschiedlicher Menschen zu schaffen oder zivilgesellschaftliche Strukturen und ehrenamtliches Engagement zu stärken.

Das heißt im Konkreten, gesellschaftlicher Zusammenhalt kann unterstützt werden durch Projekte, die den Austausch von Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Hintergründe und Voraussetzungen, Kulturen und Perspektiven ermöglichen. Projekte, die also auf die Einbindung vielfältiger Persönlichkeiten achten und die gemeinsamen (Bildungs-)Erfahrungen, das Wachsen aneinander und miteinander ins Zentrum rücken. Dabei können auch altersübergreifende Konzepte, Peer-Angebote und intergenerationale Ansätze eine besondere Rolle spielen. Die Bildungskonzepte sollten sich an der unmittelbaren Lebenswelt und dem direkten Sozialraum der Kinder und Jugendlichen orientieren und versuchen z. B. durch Ihre Themen gesellschaftliche Relevanz zu entwickeln, indem sie sich auf Gemeinschaft und Gemeinwesen ausrichten.

Worin zeigt sich ein „Engagement für ein gesellschaftliches Miteinander“?

Bündnisse, die ein „Engagement für ein gesellschaftliches Miteinander“ verfolgen, mobilisieren Bündnispartner, welche beispielsweise zivilgesellschaftlich verankert sind und auf Ehrenamt setzen und/oder Engagement von Kindern/Jugendlichen (z. B. Peers), von Familien (z. B. Großeltern) und weiteren Bürger*innen (z. B. Mentor*innen) fördern. Sie aktivieren, nutzen bzw. entwickeln Engagement für Bildungsgerechtigkeit, für Kinder und Jugendliche in bildungsbenachteiligenden Lebenssituationen. Konkret kann das z. B. geschehen indem

  • Ehrenamtliche die Organisation/Administration der Bündnisse/Projekte übernehmen
  • Freiwillige als Unterstützer*innen und Betreuer*innen in die kulturpädagogische Praxis fungieren
  • Mentor*innen und Peers ausgebildet werden.

Wer ist die BKJ?

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) ist der Dachverband für Kulturelle Bildung in Deutschland. Über 50 bundesweite Fachorganisationen und Landesdachverbände tauschen sich im Netzwerk der BKJ aus. Sie bündeln ihre Interessen und entwickeln ihre Angebote gemeinsam weiter. Mit ihren Angeboten Kultureller Bildung in den Bereichen Bildende Kunst, Digitale Melien, Film, Fotografie, Literatur, Musik, Rhythmik, Spiel, Tanz, Theater und Zirkus setzen sie sich ein für Diversität, Inkusion, freiwilliges Engagement, internationalen Austausch und gelingende Bildungslandschaften.

Dürfen sich nur BKJ-Mitglieder um eine Förderung bewerben?

Nein, die Förderung steht allen Organisationen offen.

Wozu dient die Beratung im Vorfeld der formalen Antragstellung?

Um sicherzustellen, dass Ihr Projektkonzept den Programmkriterien entspricht, um Sie kennen zu lernen und den Aufwand bei der formalen Antragstellung möglichst gering zu halten, bieten wir eine Beratung zu Ihrer Projektidee an. Die Beratung wird allen Bündnissen, die noch keine Förderung im Rahmen von „Künste öffnen Welten“ erhalten haben, dringend empfohlen.

 

Was macht das Auswahlgremium?

Das Auswahlgremium wird vom BKJ-Vorstand berufen. Es arbeitet ehrenamtlich und tritt nach jeder Ausschreibungsrunde zusammen. Es wählt anhand der formalen Anträge und unter Berücksichtigung der finanziellen Kapazitäten im Programm die Bündnisse und Projekte aus, welche fachlich und strukturell die Anforderungen des Programms qualitätsvoll erfüllen und bringt darüber hinaus seine fachliche Expertise ein.

Weitere Informationen zum Auswahlgremium

Welche Aufgaben übernimmt die BKJ als Förderer?

Die BKJ kümmert sich um individuelle Beratung, die fachliche Begleitung und Weiterentwicklung der Bündnisse und deren Projekt. Nach Bedarf und Möglichkeit werden sie durch die BKJ fachlich-inhaltlich begleitet und in ihrer Qualitätsentwicklung unterstützt. Dafür bietet sie auch fachliche Vernetzungsangebote für die geförderten Bündnisakteur*innen. Sie organisiert Fachtagungen, erarbeitet Handreichungen und unterstützt die Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit der lokalen Bündnisse.

Die BKJ koordiniert die Weiterleitung der Mittel, sie beaufsichtigt und prüft deren Verwendung. Unterstützend unterbreitet die BKJ administrative Schulungen.

Die BKJ verfolgt die Qualitätssicherung des Programms insgesamt und die Evaluation der einzelnen Projekte; die Teilnahme daran ist für die Bündnisse verpflichtend.