Wer kann Bündnispartner werden?

Ein Bündnis wird grundsätzlich nur aus Institutionen gebildet. Einzelpersonen bzw. im rechtlichen Sinne natürliche Personen (z. B. freischaffende Künstler*innen oder Kulturpädagog*innen) sind als Bündnispartner ausgeschlossen oder können nur gemeinsam mit einem Kunst- oder Kulturverein oder einer Einrichtung Bündnispartner werden.

Gebietskörperschaften und kommunale Einrichtungen können Bündnispartner sein. Allerdings dürfen kommunale Ämter nicht als Antragsteller/Zuwendungsempfänger fungieren. Es muss sich um nachgeordnete Einrichtungen oder Stellen handeln, die selbst praktisch tätig sind. Das sind z. B. Bibliotheken, Museen, Jugendzentren, Musikschulen.

Nur in Ausnahmefällen können Einrichtungen, die zum gleichen Träger gehören, Bündnispartner werden. Dies ist nach sorgfältiger Prüfung anderer Optionen nur dann gestattet, wenn es sich um eigenständig agierende Institutionen handelt, die unterschiedliche Profile und Kompetenzen einbringen und es bei deren Bündnispartnerschaft nicht zu Interessenskollisionen kommt.

Dachverbände und ein Mitglied dieses Verbands können keine Bündnispartner sein, solche „vertikalen“ Bündnisse sind nicht möglich.

Bündnisse sollen gemeinwohlorientiert und zivilgesellschaftlich sein: Das drückt sich darin aus, dass sie durch gemeinnützige Träger wie v. a. Vereine, öffentliche Einrichtungen und Stiftungen gebildet werden. Kommerzielle Anbieter sollten nur im Ausnahmefall Bündnispartner sein.

Ein Bündnispartner fungiert als Antragsteller.