FAQ: Gruppengröße und Zeitumfang der Projekte

Was ist mit „Kerngruppe“ gemeint?

Ihr Projekt soll sich an eine bestimmte Anzahl an Teilnehmer*innen richten. Mindestens müssen dies 12 Teilnehmer*innen, maximal sollten es 40 Teilnehmer*innen sein. Für so viele Kinder und Jugendliche sollten Sie Plätze schaffen. Für diese Teilnehmer*innen/Plätze muss das Angebot mind. 60 Zeitstunden innerhalb eines Jahres dauern bzw. zugänglich sein. Näheres zur Stundenzahl und deren Aufteilung erfahren Sie hier. Das bedeutet letztlich, dass Sie die Teilnehmer*innen-Zahl/Plätze) und damit die Kapazität an Teilnehmer*innen, die Ihr Projekt aufnehmen kann, innerhalb dieser Größe von 12 bis 40 die Teilnehmer*innen selbst definieren können. Diese Plätze bzw. Kapazität bezeichnen wir als „Kerngruppe“.

Muss die „Kerngruppe“ immer konstant besetzt bleiben, d. h. müssen es immer die gleichen Teilnehmer*innen sein?

Frei entscheiden können Sie sich, ob Sie eher mit einer festen Gruppe zusammenarbeiten, d. h. beispielsweise im Rahmen von Theater- oder Orchesterprojekten davon ausgehen, dass sich innerhalb der mind. 60 Projektstunden im Jahr die Zusammensetzung nicht oder nur geringfügig ändert und die Teilnehmer*innen sehr regelmäßig teilnehmen. Es ist genauso möglich, ein ganz offenes Angebot zu machen/unterbreiten, zu dem sich an jedem Veranstaltungstag die Teilnehmer*innen neu zusammenfinden können. In diesem letzten Fall ist es aber unbedingt notwendig, dass dieses offene Angebot insgesamt mind. 60 Zeitstunden im Jahr umfasst und es den angesprochenen Teilnehmer*innen auch möglich ist, an diesen 60 Stunden teilzunehmen. Das bedeutet zum Beispiel: Der Standort sollte nicht gewechselt werden.

Diese Kerngruppe/Platzzahl bzw. feste/verlässliche Kapazität Ihres Projektes hat Einfluss auf die Fördersumme, die Ihnen zur Verfügung steht und maximal 750 Euro pro Jahr und Teilnehmendenplatz umfasst. Sie können jenseits der Kerngruppe Ihr Projekt um einzelne Angebote ergänzen, an denen auch mehr/andere Kinder und Jugendliche teilnehmen, wenn dies konzeptionell nachvollziehbar ist.

Können wir auch in kleineren Gruppen arbeiten?

Eine im BKJ-Konzept förderfähige Kerngruppe soll mind. 12 und max. 40 Teilnehmer*innen umfassen. Diese Kerngruppe kann in den Angeboten jedoch in kleinere Gruppen unterteilt, d. h. binnendifferenziert werden. Das kann auf unterschiedliche Weise geschehen, indem Sie z. B. mehrere und unterschiedliche Angebote parallel laufen lassen (ein Theaterkurs, ein Musikkurs, ein Filmkurs) oder indem Sie nach einem Turnus von drei oder sechs Monaten (mit insgesamt mind. 60 Stunden Angebot pro Teilnehmer*in) das Angebot wiederholen und sich an neue Teilnehmer*innen wenden.

 

Wer wird als Teilnehmer*in gezählt?

 

Da die Förderung auf festen Beträgen basiert, ist natürlich entscheidend, wen Sie im Rahmen von Teilnahmelisten als Teilnehmer*in nachweisen können. Als Teilnehmer*innen zählen bei den Nachmittagskursen und Wochenend-/Ferienworkshops alle Kinder und Jugendlichen, die am jeweiligen Veranstaltungstag Ihr Angebot genutzt haben und mind. 3 und maximal 18 Jahre alt sind – ganz unabhängig davon, ob sie auch weitere Veranstaltungstage genutzt haben bzw. nutzen werden. Bitte stellen Sie sicher, dass diese alle auf den Listen dokumentiert werden.

Was ist damit gemeint, dass das Projekt mindestens 60 Stunden pro Jahr umfassen soll?

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass das Projekt mind. 60 Zeitstunden im Jahr dauert. Ausnahme bildet das Jahr 2022, weil die Förderung am 30.06. endet und entsprechend zeitliche Reduktionen notwendig sind. Bitte stellen Sie entsprechend für Ihre Kerngruppe bzw. Teilnahme-Plätze sicher, dass diese 60 Stunden für die einzelnen Teilnehmer*innen zugänglich sind. Näheres dazu, was mit „Kerngruppe“ gemeint ist, erfahren Sie hier. Diese 60 Stunden können Sie auf Nachmittagskurse, die mind. 1,5 Stunden dauern, Doppelkurstermine (mind. drei Stunden) oder Wochenend- und Ferienworkshops, die mit sechs Stunden am Tag berechnet werden, frei aufteilen, d. h. diese Formate auch miteinander kombinieren.

Dabei sind unterschiedliche Modelle möglich, wie Sie ein Projektjahr definieren:

  • Ein Projektjahr ist zum Beispiel ein Kalenderjahr. Dann sollten innerhalb dieses Kalenderjahres 60 Stunden angeboten werden. Ob Sie dabei ein Kursangebot über 40 Wochen unterbreiten (d. h. von Januar bis Dezember arbeiten) oder die 60 Stunden auf zwei Ferienwochen verdichten, können Sie anhand Ihres Konzeptes entscheiden. Auch eine Kombination von Kursen und Wochenend-/Ferientagen ist möglich.
  • Vielleicht wollen Sie auch ein Schuljahr o. Ä., d. h. überjährig, arbeiten. Dann wäre das Schuljahr ein Projektjahr. Sie starten Ihr Projekt demnach vielleicht im September und enden im darauffolgenden Juli. Auch hier sind Sie frei, wie Sie die Stunden verteilen möchten, solange sich in der Summe daraus mindestens 60 Stunden ergeben. Beispielsweise sind es 25 Stunden von September bis Dezember und 35 Stunden von Januar bis Juli. Wichtig ist, dass Sie sich vorher entscheiden müssen, wie viele Stunden/Veranstaltungen Sie in welchem Kalenderjahr durchführen möchten, d. h. auch in welchem Verhältnis Sie die Mittel benötigen.
  • Dauert ihr Projekt mehr als ein Jahr, sollen Sie auch verhältnismäßig mehr Zeitstunden anbieten. Planen Sie ein zweijähriges Projekt, dann sind dies mind. 120 Stunden, die sich gleichmäßig auf die Kalenderjahre verteilen. Wenn Ihr Projekt eineinhalb Jahre umfasst, sollte es mind. 30 Stunden in dem einen Kalenderjahr und mind. 60 Stunden im zweiten Kalenderjahr sein (oder eben umgekehrt).

 

Müssen die 60 Stunden auch eingehalten werden, wenn wir mit Kindertageseinrichtungen oder Horten zusammenarbeiten?

Bei der Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten oder Horten beachten Sie bitte besondere Bedingungen. Wenn Sie hier innerhalb der Betreuungszeiten der Teilnehmer*innen arbeiten und damit Ihr Projekt auf maximal drei Monate begrenzt ist, könnte es schwer umsetzbar bzw. nicht sinnvoll sein, 60 Zeitstunden für die Teilnehmer*innen anzubieten. Wichtig ist, dass Sie auch hier auf einen intensiven Bildungsprozess abzielen. Bitte lassen Sie sich individuell beraten.