Integrierte digitale Angebote

Nicht alle Veranstaltungen eines Projektes müssen in Präsenzform erfolgen, sondern es können auch alternative – digitale – Formate genutzt werden, wenn diese sich schlüssig in das Konzept einbetten. Dafür kommen zum Beispiel klassisches eLearning, digitale Vernetzungsformate und begleitete Tutorials/Arbeitsphasen infrage. Sofern sinnvoll und möglich können auch Videokonferenzen durchgeführt werden.

Auch wenn sich der Ablauf in digitalen Formaten im Vergleich zu Präsenzveranstaltungen verändert, ist es wichtig, dass diese Angebote kulturpädagogisch ausgerichtet sind und begleitet werden. Es geht um interaktive, also auf Austausch orientierte Formate. Wichtig bleibt also, dass deutlich eine „pädagogische Rahmung“ erkennbar ist, also die Teilnehmer*innen nicht einfach nur irgendwas im Internet machen, sondern sie eine Ansprechperson haben, die die Inhalte aufbereitet und zur Verfügung stellt sowie für Rückfragen und Reflexionen zur Verfügung steht. Das bedeutet, dass es in der Durchführung – auch je Angebotstag – klare Phasen der Anleitung (Handlungsimpuls mit Erläuterung), des selbstständigen Arbeitens der Teilnehmer*innen, des Austauschs unter Teilnehmer*innen und des Feedbacks auf den Prozess und die (Zwischen-)Ergebnisse durch die Dozent*innen gibt. Es wird nicht erwartet, dass die Dozent*innen die ganze Zeit „anwesend“ sind. Sie können beispielsweise konkrete Zeitfenster benennen, in denen sie erreichbar sind.

Ausgangspunkt für die Teilnahme sollen jene Kinder und Jugendlichen sein, die Sie auch in ihren Präsenzveranstaltungen ansprechen bzw. erreichen und die von Diskriminierung und Risikolagen betroffen sind. Das ist mit Blick auf die die sozialräumliche Perspektive wichtig. Geschwister oder Freunde können zusätzlich teilnehmen. Es ist aber auch denkbar, dass sich der Kreis hinsichtlich „Raum“, „Alter“ oder „Risikolage/Nicht-Risikolage“ erweitert. Solange der Schwerpunkt der Teilnehmer*innen im ursprünglichen Sozialraum (Präsenzveranstaltungen) liegt, ist auch das nachvollziehbar.

Bitte beachten Sie, dass die Angebote den Interessen und (auch technischen) Möglichkeiten der durch Sie adressierten Teilnehmer*innen entspricht. Beziehen Sie diese, z.B. im Rahmen eines Schnupperangebotes oder erster Präsenzveranstaltungen, in die Planungen ein.

Um diese Formate gut abrechnen zu können, beachten Sie bitte:

  • Die Durchführungsdauer ist weiter durch die Formate 1,5 Stunden (Kursnachmittag), drei Stunden (Doppelkursnachmittag) bzw. sechs Stunden (Wochenend-/Ferienworkshoptag) definiert. Diese Zeit sollte das Angebot jeweils die Kinder und Jugendlichen mobilisieren.
  • Für digitale Angebote können keine Verpflegungspauschalen abgerechnet werden, ansonsten gelten aber die gleichen Abrechnungswerte wie für Präsenzveranstaltungen. Die Festbeträge reduzieren sich um die Verpflegungspauschalen und entsprechen daher 7/8 der ansonsten gültigen Festbeträge.
  • Auch für digitale Veranstaltungen ist ein Teilnahme-Nachweis pro Angebotstag zu führen. Obligatorisch ist die Teilnahme-Liste, für welche beispielsweise die Honorarkraft Verantwortung übernimmt. Näheres hier.