Wie erfolgt der Nachweis über die Situation der Teilnehmer*innen?

Es ist kein individueller, das heißt personenbezogener, Nachweis notwendig und gewünscht. Risikolagen können z. B. über sozialräumliche Daten der Kommune bzw. des Bezirkes beschrieben werden. Dazu können beispielsweise Übergangsquoten auf weiterführende Schulen, Anteil der ALG II Empfänger*innen und Arbeitssuchenden, Anteil von Alleinerziehenden etc. dargestellt werden. Ergebnisse der letzten statistischen Erhebungen sind z. B. unter www.bildungsmonitoring.de bzw. www.zensus2011.de zusammengefasst und können als Erläuterungen herangezogen werden.

In Regionen, in denen diese Daten die Risikolagen weniger belegen, sollten andere Darstellungen eingebracht werden. Das geht beispielsweise über die Daten von Kooperationspartnern (z. B. Anteil an von der Lernmittelzahlung befreiten Schüler*innen einer Schule) oder auch über die Zusammenarbeit mit bestimmten Partnern und deren Nutzer*innen-Struktur, z. B. Schulsozialarbeit, Jugendzentren.

 

Bitte beachten Sie, wenn Sie zusätzlich folgende Teilnehmer*innen einbinden:

  • Bei geflüchteten Kindern und Jugendlichen kann ohne weiteren Nachweis von einer Risikolage ausgegangen werden. Bitte stellen Sie aber auch hier dar, wie Sie die Geflüchteten erreichen möchten und wie Sie Begegnungen mit anderen Kindern und Jugendlichen ermöglichen möchten. Bitte beschreiben Sie bei den nicht-geflüchteten Kindern und Jugendlichen bitte die familiären Hintergründe und Risikolagen im Umfeld.
  • Projekte, die in gemischten Gruppen auch mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen arbeiten, sind ausdrücklich erwünscht. Wenn Sie dafür bspw. eine Kooperation mit einer Förderschule eingehen, braucht die Risikolage hier nicht gesondert beschrieben werden. Eine Beschreibung für alle weiteren Teilnehmer*innen ist aber notwendig.