Ausschreibung

Ab sofort haben Sie die Möglichkeit Ihre Projektidee einzureichen. Die Ausschreibungsfrist endet am 15. September 2019. Alles, was Sie dazu benötigen finden Sie hier aufgelistet.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen über:

  • allgemeine Ausschreibung [ PDF ] herunterladen
  • Sonderausschreibung Empowerment [ PDF ] herunterladen
  • Sonderausschreibung Auf dem Land [ PDF ] herunterladen

Auf weiteren Seiten finden Sie wichtige Formulare und ausführliche Hinweise zu den Förderkriterien und zur Finanzierung.

Empowerment: Sonderausschreibung bis 15. September 2019

Wir öffnen unsere Welten selbst!– dazu Kinder und Jugendliche zu ermutigen, aufzufordern und zu empowern, ist Ziel dieser Ausschreibung. Kulturelle Bildung ist nicht nur Selbstbildung, sondern ermöglicht auch Selbstbestimmung.

Mit dieser Ausschreibung suchen wir Projekte, in denen Kinder und Jugendliche sich selbst organisieren, zu ihren selbst gewählten Themen künstlerisch arbeiten, sich und ihre Positionen selbst repräsentieren und/oder Diskriminierungen und Ausschlüsse ansprechen, um die Welt zu gestalten und zu verändern, die Erwachsene ihnen bieten. Schicken Sie uns Ihre Projektidee!

Projektbeispiel aus Hamburg „Kinderrecht auf Spiel und Freizeit, Partizipation und Gestaltung“

Sonderausschreibung Empowerment [ als PDF ]

Auf dem Land: Sonderausschreibung bis 15. September 2019

Gute Bildungsangebote zu unterbreiten und allen Kindern und Jugendlichen kulturelle Erfahrungen zu ermöglichen – das ist überall ein wichtiges Ziel. Ländliche Räume bieten dafür viele Potenziale und Möglichkeiten. Deshalb suchen wir mit dieser Sonderausschreibung Bündnisse, die sich mit einer Förderung in „Künste öffnen Welten“ und ihren Projektideen den Herausforderungen jenseits von Städten und dem städtischen Nahraum stellen und für Kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen auf dem Land engagieren. Schicken Sie uns Ihre Projektidee!

Projektbeispiele aus Hövelriege, Schwarmstedt, Trappenkamp und Bad Könnigshofen.

Sonderausschreibung auf dem Land [ als PDF ]

Was ist Künste öffnen Welten?

„Künste öffnen Welten“ ist ein Förderprogramm für mehr Bildungsgerechtigkeit der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ). Es ist ein Teil des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Gefördert werden Projekte der Kulturellen Bildung in ganz Deutschland.

Was ist das Ziel der Förderung?

Ziel der Förderung ist es, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, die benachteiligt und diskriminiert werden. Mit der Förderung können Projekte umgesetzt werden, die jungen Menschen kulturelle Bildungsangebote zugänglich machen, die sie empowern und zu denen sie sonst keinen oder nur wenig Zugang haben.

Welche Projekte werden gefördert?

Die Projekte müssen bestimmte Kriterien erfüllen, um gefördert werden zu können. Wir unterscheiden dabei zwischen a) inhaltlichen Kriterien und b) formalen Kriterien.

a) Inhaltliche Kriterien:

  • Teilnehmer*innen: Es werden Projekte gefördert, die sich an Kinder und Jugendliche richten, deren Familien strukturell benachteiligt
    sind. Das sind
    • Familien, die nah an der Armutsgrenze leben.
    • junge Menschen, die bildungsbenachteiligt sind, d. h. kaum durch schulische bzw. außerschulische Bildungsangebote angesprochen werden, und/oder deren Eltern auch schon in diesem Sinne benachteiligt waren.
    • Kinder und Jugendliche, deren Eltern von Arbeitslosigkeit betroffen sind.
    • junge Menschen, die u. a. durch die genannten Punkte von Diskriminierung betroffen sind.

Die Projekte richten sich an Kinder und Jugendliche zwischen dem Vorschulalter (ca. fünf Jahre) und 18 Jahren.

  • Bezug zur Kulturellen Bildung: Wir fördern Projekte, die Kulturelle Bildung ins Zentrum rücken. Diese Angebote sollen Zugänge zu Künsten und Kultur (Theater, Bildende Kunst, Fotografie, Tanz, Musik, Literatur etc.), Spiel und Medien (Film, Hörspiel, Digitale Medien etc.) schaffen. Die Teilnehmer*innen sollen in den Projekten selbst gestalterisch tätig werden und über Umsetzung und Inhalte mitbestimmen.
  • Bezug zur Lebenswelt: Die Projekte sollen sich auf das direkte Umfeld der Kinder und Jugendlichen beziehen. Das bedeutet, dass sie sich in den Projekten mit ihrer Persönlichkeit, ihren Ideen und ihren Meinungen einbringen und mit ihren Interessen und Themen beschäftigen können. Das bedeutet auch, dass Räume genutzt werden, welche die Kinder und Jugendlichen neu entdecken. Und es bedeutet, dass die Projekte auf die unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründe der Teilnehmer*innen eingehen. Wir freuen uns besonders über Projektideen, die Vorurteile und Diskriminierungen
    benennen und Wege finden, junge Menschen zu empowern.
  • Engagement-Förderung: Wir haben Interesse an Projektideen, die Ehrenamtliche einbinden oder dazu beitragen, das Engagement von Menschen für andere zu stärken, z. B. auch die Selbstorganisation von jungen Menschen.

b) Formale Kriterien:

  • Drei Bündnispartner: Gefördert werden Projekte, die von mindestens drei Bündnispartnern gemeinsam umgesetzt werden. Die Bündnispartner können z. B. eine Jugendkunstschule, ein Musikverein, ein Jugendzentrum, eine Theater- oder eine Zirkusinitiative, eine soziale Einrichtung, Schulen oder Wohnheime u. v. m. sein. Die drei Bündnispartner haben unterschiedliche Kompetenzen. Sie entwickeln gemeinsam eine Projektidee und
    verteilen die Aufgaben ausgewogen. Einer der Bündnispartner übernimmt die Verantwortung, den Antrag einzureichen
    und die finanziellen Mittel zu verwalten. Wichtig ist: Der Bündnispartner, der den Antrag einreicht, der Antragsteller, muss ein gemeinnütziger Verein oder eine öffentliche Einrichtung sein.
  • Lokale Verortung: Die Bündnispartner sind lokal in dem Umfeld ansässig, wo das Projekt stattfindet. Sie sind vertraut mit den Lebensbedingungen, aber auch mit den Interessen, Ideen und Wünschen der Kinder und Jugendlichen, die dort leben.
  • Offener Zugang: Das Projekt ist zugangsoffen und niedrigschwellig, d. h., die Teilnehmer*innen brauchen keine Vorkenntnisse, um an dem Projekt teilzunehmen. Sie dürfen auch nicht durch Teilnahmegebühren oder sonstige Kosten an der Teilnahme gehindert werden.
  • Freiwilligkeit: Das Projekt findet in der Freizeit statt. Das bedeutet, es darf nicht während der Unterrichtszeit durchgeführt werden. Für Projekte mit Kindertagesstätten gelten besondere zeitliche Grenzen. Die Kinder und Jugendlichen müssen immer selbstbestimmt die Wahl haben, ob sie an dem Projekt teilnehmen wollen.
  • Umfang: Das Projekt umfasst mindestens 60 Zeitstunden im Jahr. Es kann ein dauerhaftes Angebot sein (z. B. ein wöchentlicher Kurs), am Stück stattfinden (z. B. als Ferienwoche) oder eine Kombination aus beidem sein (z. B. ein Wochenend-Workshop und danach ein wöchentlicher Kurs). An dem Projekt können 12 bis 40 Kinder und Jugendliche teilnehmen. Jedes geförderte Projekt erhält je nach Teilnehmerzahl eine Summe zwischen 9.000 und 30.000 Euro im Jahr.

Die ausführlichen Förderkriterien finden Sie hier.

Weg zur Förderung

Von der Einreichung der Projektidee bis zur Bewilligung.

Alle Schritte auf einen Blick:

Füllen Sie das Formular für Ihre Projektidee aus und schicken Sie es  in einer E-Mail an uns. Im Anschluss beraten wir das Bündnis persönlich bei der weiteren Ausarbeitung des Projekts und begleiten bei der dann folgenden Antragstellung. Wer Sie wann berät oder welche Fragen wir noch zu Ihrer Projektidee haben, schreiben wir Ihnen in einer E-Mail Anfang März. Ziel der Beratung ist es, die Projektidee noch zu verbessern und wichtige Aspekte des Förderprogramms darin zu berücksichtigen.

Mit der überarbeiteten Projektidee kann der Antrag dann in der Datenbank des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gestellt werden. Danach entscheidet das Auswahlgremium, ob das Projekt gefördert wird. Sie erhalten Anfang Juni eine Benachrichtigung, ob Sie für Ihr Projekt die Förderung erhalten. Bei einer Zusage können Sie mit dem Projekt starten. Wenn Ihr Projekt gefördert wird, informieren wir Sie bei einem gemeinsamen Einstiegstag über inhaltliche und administrative Aspekte und über die Zusammenarbeit mit der BKJ.