Welche Projekte werden gefördert?

Die Projekte müssen bestimmte Kriterien erfüllen, um gefördert werden zu können. Wir unterscheiden dabei zwischen a) inhaltlichen Kriterien und b) formalen Kriterien.

a) Inhaltliche Kriterien:

  • Bezug zur Kulturellen Bildung: Die geförderten Projekte müssen Angebote der Kulturellen Bildung sein. Bereiche der Kulturellen Bildung sind: Kunst und Kultur (Theater, Bildende Kunst, Fotografie, Tanz, Musik, Literatur etc.), Spiel und Medien. Die Teilnehmer*innen sollen in den Projekten selbst künstlerisch und kreativ tätig werden.
  • Bezug zur Lebenswelt: Die Projekte sollen einen Bezug herstellen zum direkten Umfeld der Kinder und Jugendlichen*. Das bedeutet, dass sie sich in den Projekten mit ihrer Persönlichkeit einbringen und mit ihren Interessen und Themen beschäftigen können. Das bedeutet auch, dass Räume genutzt werden, welche die Kinder und Jugendlichen* kennen oder neu entdecken. Und es bedeutet, dass die Projekte eingehen auf die unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründe der Teilnehmer*innen. Wir freuen uns besonders über Projektideen, die Vorurteile abbauen und Diskriminierung entgegenwirken.
  • Engagement-Förderung: Wir haben Interesse an Projektideen, die Ehrenamtliche* einbinden und/oder dazu beitragen, das Engagement von Menschen für andere zu stärken.

b) Formale Kriterien:

  • Zielgruppe: Es werden Projekte gefördert, die sich an Kinder und Jugendliche* richten, die in familiären Risikolagen aufwachsen. Das sind:
  • Familien, die nah an oder unterhalb der Armutsgrenze leben,
  • Kinder aus bildungsfernen Familien,
  • Kinder und Jugendliche*, deren Eltern von Arbeitslosigkeit betroffen sind.

Die Projekte richten sich an Kinder und Jugendliche* zwischen dem Vorschulalter und 18 Jahren.

  • Drei Bündnispartner: Gefördert werden Projekte, die von mindestens drei Bündnispartnern gemeinsam umgesetzt werden. Die Bündnispartner können zum Beispiel eine Jugendkunstschule, ein Musikverein, ein Jugendzentrum, eine Theater- oder eine Zirkusinitiative, eine soziale Einrichtung, Schulen und Kindertagesstätten u.v.m. sein. Die drei Bündnispartner bringen ihre unterschiedlichen Kompetenzen in das Projekt ein und entwickeln gemeinsam eine Projektidee. Einer der Bündnispartner übernimmt die Verantwortung, den Antrag einzureichen und die finanziellen Mittel zu verwalten. Wichtig ist: Der Antragsteller muss ein gemeinnütziger Verein oder eine öffentliche Einrichtung sein.
  • Lokale Verortung: Die Bündnispartner kennen den Ort und die Umgebung, an dem das Projekt stattfindet. Sie sind außerdem vertraut mit den Interessen, Ideen und Wünschen der Kinder und Jugendlichen*, die dort leben.
  • Offener Zugang: Das Projekt ist zugangsoffen und niedrigschwellig, d. h. die Teilnehmer*innen brauchen keine Vorkenntnisse, um an dem Projekt teilzunehmen. Sie dürfen auch nicht durch Teilnahmegebühren oder sonstige Kosten an der Teilnahme gehindert werden.
  • Freiwilligkeit: Das Projekt findet in der Freizeit statt. Das bedeutet, es darf nicht während der Unterrichtszeit durchgeführt werden. Die Kinder und Jugendlichen* müssen immer selbstbestimmt die Wahl haben, ob sie an dem Projekt teilnehmen wollen.
  • Umfang: Das Projekt umfasst mindestens 60 Zeitstunden im Jahr. Es kann ein dauerhaftes Angebot sein (z. B. ein wöchentlicher Kurs), am Stück stattfinden (z. B. als Ferien-Workshop) oder eine Kombination aus beidem sein (zum Beispiel ein Wochenend-Workshop und danach ein wöchentlicher Kurs).
    An dem Projekt können 12 bis 40 Kinder und Jugendliche* teilnehmen. Jedes geförderte Projekt erhält eine Summe zwischen 9.000 und 30.000 Euro im Jahr

Die ausführlichen Förderkriterien finden Sie hier.