Projektbeispiel: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Bündnispartner

Partner 1: Offene Werkstatt Musterstadt
Partner 2: Kreativhaus Musterstadt
Partner 3: NaturFreunde

 

Kurze Projektbeschreibung

Die Partner schließen sich für ein Projekt zusammen, das circa 25 Kindern und Jugendlichen* zwischen zehn und 14 Jahren die Möglichkeit bietet, sich kreativ mit ihrer Umgebung und dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Ziel des Projektes ist es, anhand des „Do-It-Yourself“- Ansatzes und Upcycling-Methoden einen bewussten und kreativen Umgang mit der eigenen Umgebung zu vermitteln und die Teilnehmer*innen in ihren künstlerischen Fähigkeiten zu stärken. Die Jugendwerkstatt und das Kreativhaus, beides Einrichtungen, die mit bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen* zusammenarbeiten und gut in ihrer Nachbarschaft vernetzt sind, laden zu Einstiegsveranstaltungen in das Kreativhaus ein. Hier haben Interessierte unter Anleitung die Gelegenheit, Gegenstände, die auf den ersten Blick wie Müll erscheinen, durch Gestaltungs-, Druck- und Klebetechniken neu in Form zu bringen. Dabei erhalten Sie Hilfestellungen durch Kunstpädagog*innen und Fachkräfte* der offenen Werkstatt und des Kreativhauses. In einem wöchentlichen Kurs am Nachmittag erkundet die Gruppe anfangs den Stadtteil. Während der Spaziergänge werden Naturmaterialien und andere Gegenstände, die am Wegesrand liegen, gesammelt. Auch alte Sachen von zu Hause sollen mitgebraucht werden. Anschließend werden die Materialien zu neuen Gegenständen verschraubt, geklebt und farblich gestaltet. Textilien können neu bedruckt, zu Taschen oder anderem vernäht werden. Dabei werden die Teilnehmer*innen künstlerisch, handwerklich und pädagogisch von Fachkräften* des Kreativhauses und der offenen Werkstatt begleitet. Die NaturFreunde bringen in die Kurse durch spielerische Einführungen Hintergrundwissen zu Umweltthemen und Konsum ein. Fragen wie „Was passiert mit unserem Müll?“ oder „Woher kommen meine Schuhe?“ sollen den Blick auf den eigenen Konsum, aber auch auf den kreativen und nachhaltigen Umgang mit der eigenen Umgebung schärfen. Um ergebnisoffen auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Teilnehmer*innen eingehen zu können, werden die Inhalte regelmäßig an ihre Rückmeldungen angepasst. Mit einer Ausstellung der entstandenen Werke im Kreativhaus wird das Projekt zum Abschluss gebracht.

 

Zusammenarbeit und Aufgaben im Bündnis

Das Kreativhaus ist eine erfahrene Institution in der kulturellen Bildungsarbeit. Es ist gut in den Stadtteil vernetzt und wirbt dort für das Projekt. Die Antragstellung und finanzielle Verwaltung wird vom Kreativhaus übernommen. Außerdem bringt es die Expertise zu Druck- und Gestaltungsverfahren ein und stellt die dafür benötigen Räumlichkeiten und Materialien. Die offene Werkstatt macht für den gesamten Stadtteil Angebote als Selbsthilfe-Werkstatt. Die Mitarbeiter*innen haben Erfahrung in der Arbeit mit verschiedenen Altersgruppen und sind mit der Zielgruppe vertraut. Sie sprechen mögliche Teilnehmer*innen an und unterstützen die Durchführung. Die künstlerisch-pädagogische Begleitung wird von Fachkräften* des Kreativhauses und der offenen Werkstatt verantwortet, während die NaturFreunde die Kurse an mehreren Terminen besuchen und Hintergrundwissen vermitteln. Die NaturFreunde organisieren Bildungsprojekte zur Stärkung des sozialen und ökologischen Bewusstseins bei Kindern und Jugendlichen*. Sie bringen regelmäßig Hintergrundwissen und Reflexionsmethoden in die Kurse ein. Das Konzept stimmen die Partner gemeinschaftlich ab. Per Mail und Telefon, aber auch über die Treffen vor und während der Kursangebote, werden regelmäßig Absprachen getroffen. Da das Projektkonzept neu ist, nehmen sich die Partner Zeit zur gemeinsamen Reflexion und Weiterentwicklung des Projekts. Dabei werden auch die Teilnehmer*innen regelmäßig um Rückmeldung gebeten.