Projektbeispiel: Jugendkunstschule/Ländlicher Raum

Bündnispartner

Partner 1: Jugendkunstschule im Zentrum
Partner 2: Stiftung SPI – Eltern-Kind-Zentrum
Partner 3: Kita Sonnenschein und Kita Zauberland

 

Kurze Projektbeschreibung

Die Bündnispartner organisieren gemeinsam ein Projekt für die Mittelstadt Musterstadt, die von Überalterung und hoher Arbeitslosigkeit geprägt ist, für circa 15 Kita-Kinder, die kurz vor dem Übergang in die Grundschule stehen. In beiden Kitas werden alle Kinder angesprochen, deren Einschulung wenige Monate bevorsteht. Darüber hinaus weist das vor Ort ansässige Eltern-Kind-Zentrum des SPI gezielt Eltern und Kinder auf das Angebot hin. Alle interessierten Kinder können an den künstlerischen Angeboten teilnehmen. Ziel ist es, die Kinder über das gemeinsame Gestalten in der Gruppe für den Übergang in die Schule zu stärken, soziale Barrieren zu überwinden und die individuelle Entwicklung durch künstlerische Mittel zu unterstützen.

Ein Einstiegsangebot findet an jeder Kita für alle interessierten Kinder statt. Kunstpädagog*innen der Jugendkunstschule geben den Kindern die Möglichkeit, Formen, Farben und verschiedene Materialien zu entdecken und jeweils auszuprobieren. Dabei werden von Beginn an gemeinsame Einstiegsrituale durch Bewegungsspiele etabliert. Für die interessierten Kinder werden anschließend für drei Monate einmal die Woche Kurse in der Jugendkunstschule selbst angeboten. Da die Kitas circa 15 bis 20 Minuten von der Jugendkunstschule entfernt liegen, werden die Kinder sowohl von den Pädagog*innen der Jugendkunstschule als auch von Mitarbeiter*innen des SPI und einzelnen Erzieher*innen auf dem Weg begleitet. Auch wird versucht, Eltern dafür zu gewinnen. Kinder, die über das SPI erreicht werden, werden durch Mitarbeiter*innen des SPI oder direkt durch die Eltern gebracht. Zur Gewöhnung an den neuen Ort und die neuen Personen sind einzelne Erzieher*innen zu Beginn bei der Durchführung der Angebote anwesend. In der Jugendkunstschule kommen alle Kinder in einer Gruppe zusammen, so dass das Gruppengefüge gestärkt und sie an das Zusammenarbeiten mit neuen Kindern gewöhnt werden. Methodisch wird zum Einstieg an bekannte Abläufe aus der Kita angeknüpft (z.B. Singen, Tanzen, Bewegungsspiele), wobei bereits Ansätze neuer Methoden eingebracht werden (z. B. spielerisches Erkunden von Formen und Farben). Mit steigender Vertrautheit der Gruppe und der Abläufe werden durch vielfältige Medien wie Bastelmaterialien, Stoffe, Bilder, Musik, Hörspiele und eigene Erzählungen aus der Lebenswelt der Kinder verschiedene Themen erarbeitet, zu denen die Kinder dann künstlerisch arbeiten, wobei dies „mit allen Sinnen“ stattfindet: Zum Beispiel werden unterschiedliche Farbmittel erfühlt, Oberflächen ertastet und Farben in der Natur riechend wahrgenommen und mit eigenen Ausdrucksformen altersentsprechend experimentiert. Ergebnisoffen arbeiten die Pädagog*innen mit den Kindern nach ihren individuellen Wünschen und Fähigkeiten. In einem gemeinsamen Tagesworkshop am Wochenende sind auch die Eltern zur Teilnahme eingeladen. An diesem Tag werden die bisherigen Ergebnisse ausgestellt und vorgeführt sowie ein gemeinsames großes Kunstwerk zu einem zuvor von den Kindern bestimmten Thema gestaltet.

 

Zusammenarbeit und Aufgaben im Bündnis

Die Bündnispartner sprechen sich regelmäßig ab. In kleineren Gruppen werden Detailkonzepte für die einzelnen Kitas ausgearbeitet. Die Stiftung SPI übernimmt die organisatorische Verwaltung. Sie führt regelmäßige Reflexionsgespräche mit den Verantwortlichen aus der Jugendkunstschule sowie den Mitarbeiter*innen der Kitas durch. Die Stiftung lädt gemeinsam mit der Kita alle Eltern zur Teilnahme am Tagesworkshop ein und erarbeitet mit Unterstützung der Partner einen Infobrief, der über das Projekt und seine Entwicklung informiert. Mitarbeiter*innen der Stiftung übernehmen u.a. die Begleitung der Kinder zur Jugendkunstschule. Die Kita-Mitarbeiter*innen stehen beratend zur Seite und begleiten die Kinder solange, wie nötig. Sie kommunizieren mit den Kunstpädagog*innen, welche Themen aktuell im Kita-Alltag behandelt werden und reflektieren gemeinsam mit den Partnern Entwicklungen der einzelnen Kinder. Die Kunstpädagog*innen der Jugendkunstschule betreuen die Kurse und den Tagesworkshop und gestalten die künstlerische Durchführung. Sie kommunizieren Wünsche zu Abläufen seitens der Teilnehmer*innen sowie Entwicklungen im Projekt an die Bündnispartner und passen die Inhalte ggf. an. Alle drei Partner sprechen Eltern zur ehrenamtlichen Unterstützung an.