Projektbeispiel: politische Bildung

Bündnispartner

Partner 1: Stadttheater
Partner 2: Jugendbildungsstätte Blumenburg
Partner 3: Migrant*innen-Selbstorganisation

 

Kurze Projektbeschreibung

Im Zentrum der Kleinstadt Musterstadt schließen sich die drei Partner für ein Projekt, das sich an Jugendliche* von 15 – 18 Jahren richtet, zusammen. Die Migrant*innen-Selbstorganisation spricht gezielt Jugendliche* aus ihrem Netzwerk an, während die Jugendbildungsstätte über ihre Kanäle und Partner zum Projekt einlädt. Wir planen, mit 15 Teilnehmer*innen zu arbeiten. Grundidee ist, dass sich Jugendliche* begegnen und mit theaterpädagogischen Mitteln der Frage nachgehen, wie sie sich das Zusammenleben wünschen und wo sich Ansätze dafür in ihrem Alltag finden lassen. Der thematische Einstieg erfolgt in Form eines einwöchigen Ferienworkshops. Er, wie auch die nachfolgenden Kursangebote, wird von einem Duo aus einem*r Pädagog*in der Bildungsstätte und einem*r Theaterpädagog*in des Stadttheaters angeleitet. Die Treffen finden im Stadttheater und in der Jugendbildungsstätte statt. Der Workshop dient zunächst dem Kennenlernen und dem Entwickeln von Ideen und Themen. Nach einem spielerischen Kennenlernen werden die Jugendlichen* aufgefordert, ihre Erfahrungen im Miteinander, ihre Wünsche und Visionen zu artikulieren. Dies kann verbal geschehen, aber es kann auch gezeichnet oder dargestellt etc. werden. Diese Berichte und Überlegungen dienen später als Material für das szenische Arbeiten. Auch im weiteren Prozess sind Anregungen der Teilnehmer*innen stets möglich, so dass die Jugendlichen* selber entscheiden können, welche Themen gesetzt werden und wie diese ausgedrückt werden können. Dabei werden sie von der*m Theaterpädagog*in unterstützt. In den wöchentlichen Kursen, werden die gesammelten Inhalte durch szenisches Ausprobieren erkundet und es wird nach und nach eine Handlung entwickelt, es werden Szenen ausgestaltet und geprobt. Die theaterpädagogischen Anteile werden durch Angebote der Bildungsstätte ergänzt, in denen Themen der Jugendlichen* aufgegriffen werden, aber auch Themen, die in der Interaktion auf und vor der Bühne entstanden sind. Dies kann von „Ich habe keine Stimme“ bis hin zu „utopischen Gesellschaftsmodellen“ reichen – je nachdem, was die Jugendlichen* bewegt. Diese Themen werden mittels interaktiver Methoden mit den Jugendlichen* reflektiert, in einen (gesellschaftspolitischen) Kontext gesetzt und ggf. weiterentwickelt. Dies kann wiederum in das Bühnengeschehen einfließen. So finden und erweitern die Teilnehmer*innen aus ihren ganz individuellen Ansätzen heraus ihre Zugänge zu gesellschaftlichen und politischen Themen. Es sind zwei Besuche von Mitgliedern* der Migrant*innen-Selbstorganisation geplant, die von ihren Erfahrungen hinsichtlich Inklusion, Teilhabe und Engagement – und was die Jugendlichen* sonst noch interessiert – berichten und sich mit den Jugendlichen* austauschen. Falls sprachliche Unterstützung für Teilnehmer*innen notwendig ist, stehen ebenfalls die Mitglieder* während der Workshops und Proben ehrenamtlich bereit. Zum Abschluss des Projekts führt die Gruppe ihre erarbeiteten Szenen öffentlich auf und lädt das Publikum dabei ein, ins Gespräch zu kommen.

 

Zusammenarbeit und Aufgaben im Bündnis

Die theaterpädagogische Abteilung des Stadttheaters hat langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen*. Durch den institutionellen Unterbau können sie als Antragsteller die finanzielle Verwaltung des Projekts übernehmen. Sie vermitteln die Theaterpädagog*in zur Leitung der Angebote und besprechen sich regelmäßig mit den anderen Partnern über die Entwicklung.

Die Jugendbildungsstätte führt im Schwerpunkt Projekte der politischen Bildung mit Kinder- und Jugendgruppen durch und hat Erfahrung in der Vermittlung gesellschaftspolitischer Themen. Über die Bildungsstätte kommen auch die Pädagog*innen, die gemeinsam mit der*m Theaterpädagog*in die Angebote anleiten und begleiten.

Die Migrant*innen-Selbstorganisation richtet selbst Veranstaltungen zu gesellschaftlichen Themen mit dem Schwerpunkt auf Migration und Begegnung aus. Sie ist an der inhaltlichen Planung und Begleitung beteiligt und regt den Austausch durch Erfahrungsberichte ihrer Mitglieder* in Bezug auf Migration, Inklusion und bürgerschaftliches Engagement an. Zudem unterstützt sie bei sprachlichen Schwierigkeiten und steht generell als Ansprechpartner zur Verfügung.