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Bundestag einig: „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ wird fortgesetzt

In seiner Debatte am 20. Oktober 2016 hat der Bundestag über die Perspektiven im größten Programm für Kulturelle Bildung beraten. Einstimmig – und damit fraktionsübergreifend – wurde der Antrag der Regierungsfraktionen angenommen. Auch die BKJ und ihre an „Kultur macht stark“ beteiligten Mitgliedsverbände hatten ihre Erfahrungen und Forderungen bei den Bundesbildungs- und -kulturpolitiker/innen zu Gehör gebracht. „Kultur macht stark“ wird ab 2018 fortgesetzt.

Mit dieser Entscheidung des Bundestages wurde der Weg für eine zweite Förderperiode bereitet, die Bewährtes fortsetzt und Weiterentwicklungspotenziale in den Blick nimmt. Mehr Kinder und Jugendliche, die in bildungsbenachteiligenden Lebenssituationen aufwachsen, werden somit ab 2018 von den Bildungspotenzialen Kultureller Bildung profitieren – durch das Engagement von Kultur-, Bildungs-, Sozial- und Jugendträgern, die ihre Arbeit lokal verankern und vernetzen sowie sozialräumlich und inklusiv ausrichten. Dies ist ein wichtiger Beitrag zu mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit, so waren sich die Fachpolitiker/innen einig.

Vorangegangen war ein dialogischer Prozess der Bundestagsfraktionen mit den Programmakteuren. Die BKJ und die Programmpartner nutzten über ein Jahr hinweg zahlreiche Gelegenheiten, ihre Erfahrungen und Forderungen mit den Bundesbildungs- und -kulturpolitiker/innen zu diskutieren. Eingeflossen sind zudem die Ergebnisse der Evaluation des Bundesprogramms durch die prognos AG und die Rückmeldungen der lokalen Ebene.

Die BKJ wird das Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ weiter aufmerksam und konstruktiv begleiten und gestalten. Ein wichtiges Anliegen ist der BKJ nicht nur die Vereinfachung der administrativen Verfahren. Sie setzt sich vielmehr auch dafür ein, dass adäquate Instrumente und Plattformen entwickelt und mit Ressourcen ausgestattet werden – als gut moderiertes Unterstützungssystem für alle Programmakteure –, um die mit der zweiten Förderperiode ab 2018 intendierten nachhaltigen Wirkungen sowie die verstärkte regionale bzw. kommunale Verankerung und die Qualitätssicherung bzw. den Transfer zu erreichen.

Das BMBF hat die Veröffentlichung der Förderrichtlinie für Ende des Jahres in Aussicht gestellt. Bewerben können sich erneut bundesweit aktive Verbände und Initiativen mit ihren Konzepten für Förderung lokaler kultureller Bildungsangebote.

Weitere Informationen

Der Antrag der Regierungskoalition „Mehr Bildungschancen für benachteiligte Kinder und Jugendliche schaffen – Bundesprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ nach 2017 weiterentwickeln und fortsetzen“ und die Redebeiträge: http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2016/kw42-de-bildungschancen/472048