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Perspektiven für „Kultur macht stark“ mit Bildungsministerin öffentlich diskutiert

Im Rahmen des 4. Dialogforums „kultur bildet.“ am 10. Juni 2014 in Berlin äußerten sich Bildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, der Präsident des Deutschen Kulturrates Prof. Christian Höppner sowie die Teilnehmer/-innen des prominent besetzten Podiums zu den Perspektiven des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“, nachdem diese öffentliche Diskussion bereits durch das Dossier „Es geht voran!“ angestoßen worden war.

Woran messen sich Erfolg und Wirksamkeit des Programms? Welche Verantwortung übernimmt der Bund für die Breitenförderung Kultureller Bildung? Und welche Lücken oder Potenziale entfaltet „Kultur macht stark“?

Diese Fragen zogen sich wie ein roter Faden durch die Statements und Diskussionen. Diese Perspektivdiskussion ist insofern erfreulich, als dass das Programm in seinem Erfolg zeigt, wie wichtig Kulturelle Bildung für alle Kinder und Jugendlichen – für kulturelle Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit –, wie groß der Bedarf vor Ort und in der Kulturellen Bildung insgesamt und wie lehrreich die Programmstruktur für die Weiterentwicklung einer Verantwortungsgemeinschaft zwischen Staat und Zivilgesellschaft, aber auch zwischen Bund, Ländern und Kommunen sind.

Der Präsident des Deutschen Kulturrates, Christian Höppner, forderte in seinen einführenden Worten die Ministerin auf, jetzt die Weichen für ein Nachfolgeprogramm zu stellen, um eine nachhaltige Entwicklung in der Landschaft der Kulturellen Bildung sicherstellen zu können. Dabei gehe es in einem Programm „Kultur macht stark II“ nicht nur um die Förderperspektiven, sondern gerade auch um gesellschaftspolitische Dimensionen von Kultureller Bildung, wie es z. B. mit Schwerpunktsetzungen auf Diversität in Hinblick auf Transkultur oder generationenübergreifende Arbeit möglich wäre. Bundesministerin Prof. Wanka bestätigte, dass die Bundesbildungspolitik durch das Programm zahlreiche Anregungen bekommen habe, die es weiterzuentwickeln gilt. Im Zusammenhang mit ihrer Maxime, dass Kulturelle Bildung für die Verwirklichung von mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen muss, spielt „Kultur macht stark“ eine wichtige Rolle.

Einig waren sich die Teilnehmer/innen der Podiumsdiskussion, dass „Kultur macht stark“ zum gesellschaftlichen Diskurs über Kulturelle Bildung beiträgt und die Förderlandschaft verändert. Bundesbildungsministerium und Verbände müssten sich gemeinsam über Ziele verständigen und selbstkritisch miteinander die Erfolge und Schwierigkeiten reflektieren. Eben weil das Kernziel von „Kultur macht stark“, nämlich Kindern und Jugendlichen in bildungsbenachteiligenden Lebenslagen kulturelle Teilhabe und Bildung zu ermöglichen, nicht in fünf Jahren „erledigt“ sein wird, müssen die Entwicklungsaufgaben schnellstmöglich diskutiert und angegangen werden. Der Bund sollte dafür aktiv eine verantwortliche Rolle übernehmen.

Die BKJ wird diesen Impuls aufgreifen und in ihren Gremien, aber auch mit den Programmpartnern und weiteren Akteuren u. a. darüber diskutieren,

  • woran sich Erfolg und Wirksamkeit des Programms messen und wie sie sich beschreiben lassen,
  • welche Entwicklungsaufgaben und Verantwortlichkeiten sich aus „Kultur macht stark“ für die Förderung Kultureller Bildung ergeben,
  • wie sich im Zusammenspiel von Bund mit den Verbänden und Vereinen eine Perspektive entwickeln lässt, welche in Synergie zu den Bedarfen und Aktivitäten der Länder und Kommunen tritt,
  • wie eine Förderstruktur aussehen könnte und müsste, welche die Rahmenbedingungen vor Ort beachtet.

„Wohin geht die Reise?“ – Grundsatzrede der Bundesbildungsministerin zur Kulturellen Bildung unter www.bkj.de/nac/artikel/id/7284.html

Informationen zum Dialogforum „kultur bildet“ unter www.kultur-bildet.de/dialogforum

Dossier „Es geht voran“ zum Programm „Kultur macht stark“ in der Beilage der „politik und kultur“, Zeitschrift des Deutschen Kulturrats unter www.kulturrat.de/text.php?rubrik=148