Ausschreibung

Die letzte Ausschreibungsrunde ist beendet. Im BKJ-Programm „Künste öffnen Welten“ im Rahmen der zweiten Förderphase des Bundesprogramms „Kultur macht stark“ (2018–2022) wird es keine weitere Ausschreibung und damit Fördermöglichkeit geben.

Wenn Sie informiert werden möchten, ob und wie es mit „Kultur macht stark“ bei der BKJ nach Ende der Förderphase 2022 weitergeht, dann nutzen Sie unseren Informationsservice.

 

Auf dieser Seite finden Sie Informationen über:

Auf weiteren Seiten finden Sie wichtige Formulare und ausführliche Hinweise zu den Förderkriterien und zur Finanzierung.

 

Was ist Künste öffnen Welten?

„Künste öffnen Welten“ ist ein Förderprogramm für mehr Bildungsgerechtigkeit der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ). Es ist ein Teil des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Gefördert werden Projekte der Kulturellen Bildung in ganz Deutschland.

Was ist das Ziel der Förderung?

Ziel der Förderung ist es, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, die benachteiligt und diskriminiert werden. Mit der Förderung können Projekte umgesetzt werden, die jungen Menschen kulturelle Bildungsangebote zugänglich machen, die sie empowern und zu denen sie sonst keinen oder nur wenig Zugang haben.

Welche Projekte werden gefördert?

Die Projekte müssen bestimmte Kriterien erfüllen, um gefördert werden zu können. Wir unterscheiden dabei zwischen a) inhaltlichen Kriterien und b) formalen Kriterien.

a) Inhaltliche Kriterien:

  • Teilnehmer*innen: Es werden Projekte gefördert, die sich an Kinder und Jugendliche richten, deren Familien strukturell benachteiligt
    sind. Das sind
    • Familien, die nah an oder unter der Armutsgrenze leben.
    • junge Menschen, die bildungsbenachteiligt sind, d. h. kaum durch schulische bzw. außerschulische Bildungsangebote angesprochen werden, und/oder deren Eltern auch schon in diesem Sinne benachteiligt waren.
    • Kinder und Jugendliche, deren Eltern von Arbeitslosigkeit betroffen sind.
    • junge Menschen, die u. a. durch die genannten Punkte von Diskriminierung betroffen sind.

Die Projekte richten sich an Kinder und Jugendliche zwischen dem Vorschulalter (ca. fünf Jahre) und 18 Jahren.

  • Bezug zur Kulturellen Bildung: Wir fördern Projekte, die Kulturelle Bildung ins Zentrum rücken. Diese Angebote sollen Zugänge zu Künsten und Kultur (Theater, Bildende Kunst, Fotografie, Tanz, Musik, Literatur etc.), Spiel und Medien (Film, Hörspiel, Digitale Medien etc.), Jugend- und Alltagskulturen schaffen. Die Teilnehmer*innen sollen in den Projekten selbst gestalterisch tätig werden und über Umsetzung und Inhalte mitbestimmen.
  • Bezug zur Lebenswelt: Die Projekte sollen sich auf das direkte Umfeld der Kinder und Jugendlichen beziehen. Das bedeutet, dass sie sich in den Projekten mit ihrer Persönlichkeit, ihren Ideen und ihren Meinungen einbringen und mit ihren Interessen und Themen beschäftigen können. Das bedeutet auch, dass Räume genutzt werden, welche die Kinder und Jugendlichen neu entdecken. Wir freuen uns besonders über Projektideen, die Vorurteile und Diskriminierungen benennen und Wege finden, junge Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zu empowern.
  • Engagement-Förderung: Wir haben Interesse an Projektideen, die Ehrenamtliche einbinden oder dazu beitragen, das Engagement von Menschen für andere zu stärken, z. B. auch die Selbstorganisation von jungen Menschen.

b) Formale Kriterien:

  • Drei Bündnispartner: Gefördert werden Projekte, die von mindestens drei Bündnispartnern gemeinsam umgesetzt werden. Die Bündnispartner können z. B. eine Jugendkunstschule, ein Musikverein, ein Jugendzentrum, eine Theater- oder eine Zirkusinitiative, eine soziale Einrichtung, Schulen oder Wohnheime u. v. m. sein.
    Die drei Bündnispartner haben unterschiedliche Kompetenzen. Sie entwickeln gemeinsam eine Projektidee und verteilen die Aufgaben ausgewogen. Einer der Bündnispartner übernimmt die Verantwortung, den Antrag einzureichen und die finanziellen Mittel zu verwalten. Der Bündnispartner, der den Antrag einreicht (Antragsteller), muss ein gemeinnütziger Verein oder eine öffentliche Einrichtung sein.
  • Lokale Verortung: Die Bündnispartner sind lokal in dem Umfeld ansässig, wo das Projekt stattfindet. Sie sind vertraut mit den Lebensbedingungen, aber auch mit den Interessen, Ideen und Wünschen der Kinder und Jugendlichen, die dort leben.
  • Offener Zugang: Das Projekt ist zugangsoffen und niedrigschwellig, d. h., die Teilnehmer*innen brauchen keine Vorkenntnisse, um an dem Projekt teilzunehmen. Sie dürfen auch nicht durch Teilnahmegebühren oder sonstige Kosten an der Teilnahme gehindert werden.
  • Freiwilligkeit: Das Projekt findet in der Freizeit statt. Das bedeutet, es darf nicht während der Unterrichtszeit durchgeführt werden. Für Projekte mit Kindertagesstätten gelten besondere zeitliche Grenzen. Die Kinder und Jugendlichen müssen immer selbstbestimmt die Wahl haben, ob sie an dem Projekt teilnehmen wollen.
  • Umfang: Das Projekt umfasst mindestens 60 Zeitstunden im Jahr. Es kann ein dauerhaftes Angebot sein (z. B. ein wöchentlicher Kurs), am Stück stattfinden (z. B. als Ferienwoche) oder eine Kombination aus beidem sein. An dem Projekt können 12 bis 40 Kinder und Jugendliche teilnehmen. Während Corona-bedingte Kontaktbeschränkungen gelten, ist auch die Arbeit in Kleingruppen möglich. Jedes geförderte Projekt erhält je nach Teilnehmerzahl eine Summe zwischen 9.000 und 30.000 Euro im Jahr.

Die ausführlichen Förderkriterien finden Sie hier.

 

Informationsservice für zukünftige Ausschreibungen

Wenn Sie wissen möchten, wie es nach 2022 mit Kultur macht stark bei der BKJ weitergeht, dann können Sie sich hier für den Informationsservice von „Künste öffnen Welten“ registrieren: Informationsservice.