Über das Programm

Kurzinformation

  • Bündnisse auf lokaler Ebene aus Kultur, sozialräumlichen Partnern und Schule bzw. Kita fördert die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ) als Programmpartner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).
  • Diese Bündnisse setzen mit der Förderung der BKJ leicht zugängliche Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 18 Jahren, die weniger Bildungschancen haben, um.
  • Die BKJ unterstützt nachhaltige Kooperationen durch Beratung, Qualitätsentwicklung und bundesweiten Fachaustausch.
  • Von 2013 bis 2017 erhält die BKJ dafür im Rahmen des Förderprogramms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung bis zu 20 Millionen Euro, die sie an die von einer Expertenjury ausgewählten Bündnis-Projekte weiterleitet.

Informationen zu Künste öffnen Welten aus Statistik und Evaluation sind in den Faktenblättern und in der Evaluationsbroschüre zu finden.

Konzept

Künste öffnen Welten – das bedeutet

Mehr kulturelle Bildungsgelegenheiten für Kinder und Jugendliche, die bisher weniger davon profitieren konnten, dass die Künste einzigartige Lernwege und ganz eigene Weltzugänge eröffnen, werden geschaffen. Mit dem Programm verfolgt die BKJ das Ziel, gerade diejenigen zu erreichen, die nur selten und schwer Zugänge zu Bildung, Kultur und Gesellschaft finden.

Mit einer breiten Palette künstlerischer und kulturpädagogischer Ansätze und dem vielfältigen Know-how aus dem kulturellen, pädagogischen und sozialen Bereich werden Projekte entwickelt und umgesetzt, welche diesen Kindern und Jugendlichen ganzheitliche Bildung ermöglichen und ihre Persönlichkeitsentwicklung unterstützen.

 

Künste öffnen Welten – das ist Kulturelle Bildung

Mit dem einzigartigen Potenzial der Künste erschließen sich Kinder und Jugendliche neue Lernmethoden und -orte. Sie entdecken individuelle Stärken und werden angeregt Talente zu entwickeln. Sie arbeiten gemeinsam kreativ und entwickeln dabei Lebenskompetenzen wie Selbstbestimmung, Engagement und Eigenmotivation. Alle künstlerischen Sparten, alle Einrichtungstypen und alle Angebotsformen sind eingebunden.

 

Künste öffnen Welten – das sind neue Allianzen

Die Bildungsbündnisse entstehen vor Ort. Sie werden jeweils durch einen Träger der Kulturellen Bildung, einen sozialräumlichen Partner sowie Schulen oder Kitas geschmiedet. Gemeinsam konzipieren die Bündnispartner niedrigschwellige und zugleich mittelfristige kulturelle Bildungsangebote. Es geht dabei nicht nur um die Zusammenarbeit dieser sonst voneinander getrennt wirkenden Partner, sondern darum, dass ihre individuellen Kompetenzen in den Bündnissen Wirkung entfalten und dass die Kooperation nachhaltig wirkt.

 

Künste öffnen Welten – stärkt non-formale Bildung

Die außerschulischen Träger der Kulturellen Bildung bringen methodisch und didaktisch ganz eigene Bildungsqualitäten ein. Sie ergänzen das Angebot von Kita und Schule und die Möglichkeiten der Familien durch individuelle Bildungsansätze, bei denen die Kompetenzentwicklung reflektiert und dokumentiert wird.

 

Künste öffnen Welten – strukturiert kulturelle Bildungsangebote wirkungsvoll

Das Programm der BKJ setzt darauf, dass die lokalen Bündnisse in ihren Projekten verschiedene Module miteinander zu einem schlüssigen Gesamtkonzept kombinieren. Sieben Modulbausteine stehen zur Wahl, die von ganz einfachen und kurzen Schnupper- und Erkundungsangeboten, über intensive Phasen von Kursen und Workshops bis hin zu begleitenden Besuchen von Kultureinrichtungen und -veranstaltungen oder Mentoren- und Peerprogrammen reichen.

 

Künste öffnen Welten – bietet fachliche Unterstützung

In diesem Prozess begleitet und unterstützt die BKJ als erfahrener und fachkompetenter Partner die lokalen Projekte  und Bündnispartner durch Beratung, Vernetzung, Qualitätsentwicklung und bundesweiten Fachaustausch.

Hintergrund

Künste öffnen Welten heißt das BKJ-Programm innerhalb von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ (Förderkennzeichen 01WQ12102). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert in den Jahren 2013 bis 2017 das Gesamtprogramm Kultur macht stark mit insgesamt 230 Millionen Euro, welche durch 33 Programmpartner vergeben werden.

Künste öffnen Welten verbindet dabei die Planungen und Vorgaben, welche das BMBF für das Gesamtprogramm als Rahmen setzt, mit den Zielen und Inhalten, für welche die BKJ mit ihrem Profil steht.

Die Grundlagen von Künste öffnen Welten

Im BKJ-Programm Künste öffnen Welten spiegeln sich wichtige Themenschwerpunkte und Positionen des Dachverbandes und seiner Mitglieder wieder.

Das BKJ-Konzept der Kulturellen Bildung, wie es z. B. im Qualitätsrahmen „Künste bilden Persönlichkeiten“ (externer Link) niedergelegt ist, wird in den Bündnissen umgesetzt: Bilden mit und in den Künsten, welches die Persönlichkeitsentwicklung unterstützt und wichtigen Prinzipien der außerschulischen Bildung folgt (Selbstwirksamkeitserfahrungen, Stärken- und Interessenorientierung, Freiwilligkeit …).

Konzepte und Angebote Kultureller Bildung sind dabei offen für alle Kinder und Jugendliche – um aber tatsächlich alle zu erreichen, müssen sie inhaltlich und methodisch jeweils individuell auf Bedürfnisse abgestimmt sein.

Das BKJ-Programm ist eng mit dem Arbeitsfeld „Kultur macht Schule“ der BKJ verknüpft: Es geht hierbei nicht nur darum, eine erfolgreiche Kooperationspraxis zwischen schulischen und außerschulischen Partnern zu etablieren, sondern dass in der Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen die Potenziale außerschulischer Bildung zur Wirkung kommen, dass der schulische Rahmen verlassen und „Dritte Lernorte“ genutzt werden, dass zusätzliche Projekte und ein Mehr an Kultureller Bildung entstehen. Überall dort, wo Kindern und Jugendlichen Bildungsangebote unterbreitet werden, sollen die Potenziale Kultureller Bildung genutzt werden.

Alle Akteure sind miteinzubeziehen, welche Kinder und Jugendliche in ihrem Aufwachsen begleiten: Familie und Peers, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Freizeiteinrichtungen und Jugendverbände, politische, interkulturelle und Umweltbildung etc. Es reicht nicht, nur Kitas und Schulen Bildungsverantwortung zu übertragen. Träger der Kulturellen Bildung gestalten lokale Bildungslandschaften mit, in welchen die gemeinsame Bildungsverantwortung öffentlicher und freier Träger umgesetzt wird. und Handeln in scheinbar getrennten Zuständigkeiten soll überwunden und die Lebenslagen und -wege der Kinder und Jugendlichen konsequent in den Blick genommen werden.

Das Gesamtprogramm Kultur macht stark

Mit Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung ermöglicht das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dass kulturelle Bildungsprojekte bundesweit insbesondere diejenigen Kinder und Jugendliche erreichen, die weniger Bildungs- und Teilhabechancen haben.

Weitere Informationen unter www.buendnisse-fuer-bildung.de oder in der Broschüre: Broschüre „Kultur macht stark – Stärken entfalten durch kulturelle Bildung!“ des BMBF

 

Bündnisse vor Ort

Die Vorhaben sind auf lokaler Ebene verankert und werden durch ein Bündnis aus mindestens drei Partnern umgesetzt. Sie bringen ihre jeweiligen fachlichen Kompetenzen und strukturellen Ressourcen ein. Unterschiedliche Felder kooperieren miteinander und vernetzen sich untereinander, z. B. Anbieter Kultureller Bildung inklusive der Hoch- und Soziokultur mit Trägern der Jugend- und Sozialarbeit, Migrantenselbstorganisationen oder Freiwilligenagenturen, Behinderteneinrichtungen oder Schulen.

 

Kinder und Jugendliche

Diese Vorhaben wenden sich vor allem, aber nicht ausschließlich, an Kinder und Jugendliche, die zuvorderst von Bildungsarmut betroffen sind, welche aber auch in sozialen, ökonomischen und/oder kulturellen Risikolagen aufwachsen und denen dadurch weniger Teilhabe- und Bildungsmöglichkeiten offen stehen.

 

Kulturelle Bildung als inhaltlicher Schwerpunkt

Der inhaltliche Programmschwerpunkt liegt auf der Kulturellen Bildung. Ihr wird besondere Bedeutung beigemessen für gelungene Bildungsprozesse und Integrationserfahrungen. Indem sie an den Stärken der Kinder und Jugendliche ansetzt, andere – sinnliche, emotionale, haptische – Ansätze bietet, Kreativität und Individualität entfaltet, kann sie Kinder und Jugendliche darin unterstützen, ihre Kompetenzen zu entwickeln und ihre Persönlichkeit zu bilden.

 

Außerunterrichtliche Vorhaben

Gefördert werden außerschulische bzw. außerunterrichtliche Vorhaben – ob als kurzfristige Maßnahmen oder mittelfristige Projekte. Dadurch rücken in den Mittelpunkt non-formale und informelle Bildungsprozesse, die im Zusammenspiel mit formaler Bildung erst Gewähr für erfolgreiche Bildungsbiografien bieten.

 

Zivilgesellschaft setzt um

Das Programm wird zivilgesellschaftlich konturiert und umgesetzt. Besonders die freien Träger, ehrenamtlichen Organisationen  und zivilgesellschaftlichen Netzwerke jenseits staatlicher Institutionen  sind aufgefordert und werden bestärkt, kulturelle Bildungsgelegenheiten zu schaffen. Sie sollen besonders das freiwillige Engagement fördern.

 


Daten zu „Kultur macht stark“
Aktuelle Zahlen und Fakten sowie die Evaluationsergebnisse aus den Zwischenberichten zum Gesamtprogramm „Kultur macht stark“ stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Verfügung.

Die Agentur Prognos AG hat im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) das Programm evaluiert und festgestellt, dass die wesentlichen Programmziele umgesetzt werden: Das Programm erreicht die Zielgruppe der bildungsbenachteiligten Kinder und Jugendlichen und nutzt dafür sozialräumlich und von zivilgesellschaftlichem Engagement getragene Bündnisse. Es wird nahezu flächendeckend in 95 Prozent der kreisfreien Städte und Landkreise wirksam und vor allem dort, wo Kinder und Jugendliche in Risikolagen aufwachsen.

Zahlen und Fakten zu „Kultur macht stark“ [externer Link | als PDF]

zweiter Zwischenbericht: Ergebnisse der Evaluation der Prognos AG (Kurzfassung, April 2016) [externer Link | als PDF]

erster Zwischenbericht: Ergebnisse der Evaluation der Prognos AG (Langfassung, September 2015) [externer Link | als PDF]


Imagefilm über „Kultur macht stark“

Wie motivierend, kreativ und facettenreich das Förderprogramm „Kultur macht stark“ seit 2013 wirkt, zeigt ein informativer Kurzfilm.

Film „Kultur macht stark in ganz Deutschland“ [externer Link]

Netzwerk

Die BKJ steht für ein sehr heterogenes Feld Kultureller Bildung, das z. B.

  • alle künstlerischen Sparten von Architektur bis Zirkus,
  • unterschiedliche Einrichtungstypen von öffentlichen Kultureinrichtungen bis freien Vereinsinitiativen oder
  • vielfältige Angebotsformen von festen Kursen bis mobilen Aktionen einschließt.

Entsprechend wichtig ist, dass sich viele Träger Kultureller Bildung am Programm Künste öffnen Welten beteiligen und darin einbringen können. Zudem soll dieses Programm dazu beitragen, dass sich Fachpraxis und -diskurs gleichermaßen entwickeln und sich neue Partnerschaften und Allianzen für Kulturelle Bildung finden.

Weitere Dialogpartner

Weitere Dialogpartner der BKJ für Künste öffnen Welten und Kultur macht stark sind

  • der Deutsche Kulturrat mit der Dialogplattform „Kultur bildet“
  • der Deutsche Städtetag
  • die Kultusministerkonferenz sowie einzelne Landesministerien und deren Ressorts für Bildung, Jugend und Kultur
  • neben dem zuständigen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
  • Wohlfahrtsverbände wie die AWO oder der IB, welche keine eigenen Programme in Kultur macht stark haben und innerhalb ihrer Verbände Kulturelle Bildung (weiter-)entwickeln möchten.

Ständige Konferenz der Programmpartner

Mit allen 33 Programmpartnern in Kultur macht stark führt die BKJ einen intensiven fachlichen Austausch. Zu diesen gehören auch 13 Mitglieder der BKJ. Für alle Programmpartner ist auf Initiative der BKJ eine Ständige Konferenz eingerichtet worden. Sie ist eine Plattform, auf welcher nicht nur das Programm, sondern die damit verbundenen Fachthemen und Strukturfragen weiterentwickelt werden.

Beratung zum Programm – die Servicestellen „Kultur macht stark“

Neben den einzelnen Initiativen und Verbänden, die über ihr eigenes Förderkonzept informieren, gibt es Servicestellen, die umfassend Auskunft zu  „Kultur macht stark“ geben können.
Diese Servicestellen und Beratungspunkte beraten und koordinieren verbandsübergreifend Kultureinrichtungen und Initiativen, Schulen, Kitas, Jugendzentren und andere Interessierte in ihrer Region. Informationsveranstaltungen, Vernetzung zu anderen potenziellen Antragstellern und somit Kooperationspartnern sowie individuelle Beratung und Begleitung unterstützen die Akteure der Kulturellen Bildung der Region dabei, sich durch eine erfolgreiche Antragsstellung am Programm „Kultur macht stark“ zu beteiligen.

 

Mitglieder der BKJ

Die Mitglieder der BKJ haben das Programm aktiv konzeptionell konturiert und gestaltet. Sie haben ihre fachlichen Erfahrungen und Kompetenzen eingebracht, vor Ort Ideen und Bedarfe erfragt, die inhaltlichen und strukturellen Schwerpunkte entschieden. Nunmehr begleiten und unterstützen sie, indem sie z. B. ihre Mitglieder und Partner beraten oder Informationsveranstaltungen und Qualifizierungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit der BKJ planen und durchführen. Ihre Rückmeldungen von der lokalen Ebene sind unverzichtbar, wenn es darum geht, die Ausrichtung des BKJ-Programms zu festigen oder anzupassen.

Jury

Die Jury ist das Gremium, welches die Projekte für eine Förderung auswählt. Es ist beauftragt, anhand der Interessenbekundungen (Projektskizzen) die Bündnisse zu identifizieren, welche fachlich und strukturell die Anforderungen des Programms qualitätsvoll erfüllen.

Dieses Auswahlgremium ist für die Dauer von drei Jahren vom BKJ-Vorstand berufen. Es arbeitet ehrenamtlich und tritt nach jeder Ausschreibungsrunde zu zweitägigen Sitzungen zusammen.

Die Mitglieder der Jury bringen die unterschiedlichen Facetten des Programms Künste öffnen Welten miteinander in den Dialog.

Sie sind einerseits Experten/-innen der Kulturellen Bildung und vertreten unterschiedliche Sparten, Einrichtungstypen und Angebotsformen. Ergänzt wird diese Expertise durch Fachkräfte, welche umfassende Kompetenzen aus dem Bereich Frühförderung, aus Grund- und allgemeinbildender Schule, aus der kommunalen Kultur- und Sozialarbeit mitbringen. Die Jurymitglieder kennen die unterschiedlichen regionalen Besonderheiten – Land und Stadt, Norden, Osten, Süden und Westen.

Mitglieder des Auswahlgremiums

Peter Kamp, Mitglied des Vorstands der BKJ und Vorsitzender des Bundesverbandes der Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen e. V.
Er ist Teil der Jury im Auftrag des Vorstands der BKJ und als Vorsitzender des Auswahlgremiums.

Dr. Christine Range, Geschäftsführerin der LKJ Sachsen e. V. und
Wolfgang Steen, Ehrenvorsitzender der LKJ Niedersachsen e. V.
Sie ist Teil der Jury als Vertreterin der Landesvereinigungen Kultureller Bildung innerhalb der BKJ.

Ute Handwerg, Geschäftsführerin der BAG Spiel und Theater und
Eike Rösch, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Medienpädagogik
Er ist Teil der Jury als Vertreter der Bundesfachverbände innerhalb der BKJ.

Dr. Andrea Hanke, Beigeordnete für Bildung und Kultur der Stadt Münster
Sie ist Teil der Jury als Vertreterin der kommunalen Kulturarbeit.

Michael Fähndrich, Geschäftsführer der BAG Evangelische Jugendsozialarbeit
Er ist Teil der Jury als Vertreter der Sozialarbeit.

Annika Römisch, Fachberaterin des Eigenbetriebes Kindertageseinrichtungen Dresden
Sie ist Teil der Jury als Vertreterin aus dem Bereich Kita/Grundschule.

Lutz Lienke, Lehrer, Vorstandsmitglied im BDK – Fachverband für Kunstpädagogik
Er ist Teil der Jury als Vertreter der weiterführenden Schulen/Berufsschulen.