Hintergrund

Künste öffnen Welten heißt das BKJ-Programm innerhalb von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ (Förderkennzeichen 01WQ12102). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert in den Jahren 2013 bis 2017 das Gesamtprogramm Kultur macht stark mit insgesamt 230 Millionen Euro, welche durch 33 Programmpartner vergeben werden.

Künste öffnen Welten verbindet dabei die Planungen und Vorgaben, welche das BMBF für das Gesamtprogramm als Rahmen setzt, mit den Zielen und Inhalten, für welche die BKJ mit ihrem Profil steht.

Die Grundlagen von Künste öffnen Welten

Im BKJ-Programm Künste öffnen Welten spiegeln sich wichtige Themenschwerpunkte und Positionen des Dachverbandes und seiner Mitglieder wieder.

Das BKJ-Konzept der Kulturellen Bildung, wie es z. B. im Qualitätsrahmen „Künste bilden Persönlichkeiten“ (externer Link) niedergelegt ist, wird in den Bündnissen umgesetzt: Bilden mit und in den Künsten, welches die Persönlichkeitsentwicklung unterstützt und wichtigen Prinzipien der außerschulischen Bildung folgt (Selbstwirksamkeitserfahrungen, Stärken- und Interessenorientierung, Freiwilligkeit …).

Konzepte und Angebote Kultureller Bildung sind dabei offen für alle Kinder und Jugendliche – um aber tatsächlich alle zu erreichen, müssen sie inhaltlich und methodisch jeweils individuell auf Bedürfnisse abgestimmt sein.

Das BKJ-Programm ist eng mit dem Arbeitsfeld „Kultur macht Schule“ der BKJ verknüpft: Es geht hierbei nicht nur darum, eine erfolgreiche Kooperationspraxis zwischen schulischen und außerschulischen Partnern zu etablieren, sondern dass in der Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen die Potenziale außerschulischer Bildung zur Wirkung kommen, dass der schulische Rahmen verlassen und „Dritte Lernorte“ genutzt werden, dass zusätzliche Projekte und ein Mehr an Kultureller Bildung entstehen. Überall dort, wo Kindern und Jugendlichen Bildungsangebote unterbreitet werden, sollen die Potenziale Kultureller Bildung genutzt werden.

Alle Akteure sind miteinzubeziehen, welche Kinder und Jugendliche in ihrem Aufwachsen begleiten: Familie und Peers, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Freizeiteinrichtungen und Jugendverbände, politische, interkulturelle und Umweltbildung etc. Es reicht nicht, nur Kitas und Schulen Bildungsverantwortung zu übertragen. Träger der Kulturellen Bildung gestalten lokale Bildungslandschaften mit, in welchen die gemeinsame Bildungsverantwortung öffentlicher und freier Träger umgesetzt wird. und Handeln in scheinbar getrennten Zuständigkeiten soll überwunden und die Lebenslagen und -wege der Kinder und Jugendlichen konsequent in den Blick genommen werden.

Das Gesamtprogramm Kultur macht stark

Mit Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung ermöglicht das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dass kulturelle Bildungsprojekte bundesweit insbesondere diejenigen Kinder und Jugendliche erreichen, die weniger Bildungs- und Teilhabechancen haben.

Weitere Informationen unter www.buendnisse-fuer-bildung.de oder in der Broschüre: Broschüre „Kultur macht stark – Stärken entfalten durch kulturelle Bildung!“ des BMBF

 

Bündnisse vor Ort

Die Vorhaben sind auf lokaler Ebene verankert und werden durch ein Bündnis aus mindestens drei Partnern umgesetzt. Sie bringen ihre jeweiligen fachlichen Kompetenzen und strukturellen Ressourcen ein. Unterschiedliche Felder kooperieren miteinander und vernetzen sich untereinander, z. B. Anbieter Kultureller Bildung inklusive der Hoch- und Soziokultur mit Trägern der Jugend- und Sozialarbeit, Migrantenselbstorganisationen oder Freiwilligenagenturen, Behinderteneinrichtungen oder Schulen.

 

Kinder und Jugendliche

Diese Vorhaben wenden sich vor allem, aber nicht ausschließlich, an Kinder und Jugendliche, die zuvorderst von Bildungsarmut betroffen sind, welche aber auch in sozialen, ökonomischen und/oder kulturellen Risikolagen aufwachsen und denen dadurch weniger Teilhabe- und Bildungsmöglichkeiten offen stehen.

 

Kulturelle Bildung als inhaltlicher Schwerpunkt

Der inhaltliche Programmschwerpunkt liegt auf der Kulturellen Bildung. Ihr wird besondere Bedeutung beigemessen für gelungene Bildungsprozesse und Integrationserfahrungen. Indem sie an den Stärken der Kinder und Jugendliche ansetzt, andere – sinnliche, emotionale, haptische – Ansätze bietet, Kreativität und Individualität entfaltet, kann sie Kinder und Jugendliche darin unterstützen, ihre Kompetenzen zu entwickeln und ihre Persönlichkeit zu bilden.

 

Außerunterrichtliche Vorhaben

Gefördert werden außerschulische bzw. außerunterrichtliche Vorhaben – ob als kurzfristige Maßnahmen oder mittelfristige Projekte. Dadurch rücken in den Mittelpunkt non-formale und informelle Bildungsprozesse, die im Zusammenspiel mit formaler Bildung erst Gewähr für erfolgreiche Bildungsbiografien bieten.

 

Zivilgesellschaft setzt um

Das Programm wird zivilgesellschaftlich konturiert und umgesetzt. Besonders die freien Träger, ehrenamtlichen Organisationen  und zivilgesellschaftlichen Netzwerke jenseits staatlicher Institutionen  sind aufgefordert und werden bestärkt, kulturelle Bildungsgelegenheiten zu schaffen. Sie sollen besonders das freiwillige Engagement fördern.

 


Daten zu „Kultur macht stark“
Aktuelle Zahlen und Fakten sowie die Evaluationsergebnisse aus den Zwischenberichten zum Gesamtprogramm „Kultur macht stark“ stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Verfügung.

Die Agentur Prognos AG hat im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) das Programm evaluiert und festgestellt, dass die wesentlichen Programmziele umgesetzt werden: Das Programm erreicht die Zielgruppe der bildungsbenachteiligten Kinder und Jugendlichen und nutzt dafür sozialräumlich und von zivilgesellschaftlichem Engagement getragene Bündnisse. Es wird nahezu flächendeckend in 95 Prozent der kreisfreien Städte und Landkreise wirksam und vor allem dort, wo Kinder und Jugendliche in Risikolagen aufwachsen.

Zahlen und Fakten zu „Kultur macht stark“ [externer Link | als PDF]

zweiter Zwischenbericht: Ergebnisse der Evaluation der Prognos AG (Kurzfassung, April 2016) [externer Link | als PDF]

erster Zwischenbericht: Ergebnisse der Evaluation der Prognos AG (Langfassung, September 2015) [externer Link | als PDF]


Imagefilm über „Kultur macht stark“

Wie motivierend, kreativ und facettenreich das Förderprogramm „Kultur macht stark“ seit 2013 wirkt, zeigt ein informativer Kurzfilm.

Film „Kultur macht stark in ganz Deutschland“ [externer Link]