Konzept und Hintergrund

Mit gut 1.000 geförderten Projekten und rund 25.000 beteiligten Kindern und Jugendlichen seit 2013 trägt das Förderprogramm „Künste öffnen Welten“ der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung im Rahmen von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“, dem Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (Förderkennzeichen 01WQ17102), deutschlandweit zu mehr Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit bei.

Nach einer ersten Förderperiode (2013 bis 2017) setzt das BMBF „Kultur macht stark” fort und fördert es in den Jahren 2018 bis 2022 mit insgesamt 250 Millionen Euro, welche durch 29 Programmpartner vergeben werden.

Das Förderprogramm der BKJ ermöglicht kulturelle Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche vom Vorschulalter bis 18 Jahre, die bisher keine oder nur sehr wenige Zugänge zu Kunst und Kultur hatten, z. B. weil ihr familiäres Umfeld das nicht ermöglichen kann oder sie strukturell diskriminiert werden. Umgesetzt werden die Projekte von Bündnissen aus Bildungs- und Kulturvereinen, Jugendkunstschulen, Theatern, Bibliotheken, Jugendzentren, lokalen Initiativen, Heimen und Schulen etc. Sie stehen für vielfältige Projekte, die sich mit den Themen der Kinder und Jugendlichen auseinandersetzen, was ihr Heranwachsen bestimmt, und die Vielfalt der Künste und Jugendkulturen nutzen.

 

Künste öffnen Welten – ermöglicht Kulturelle Bildung

Das bedeutet: Mehr kulturelle Bildungsgelegenheiten für Kinder und Jugendliche werden geschaffen, die bisher weniger davon profitieren konnten, dass Künste einzigartige Lernwege und ganz eigene Weltzugänge eröffnen.

 

Künste öffnen Welten – stärkt Kinder und Jugendliche

Mit diesem Potenzial erschließen sich Kinder und Jugendliche neue Erfahrungswelten. Sie entdecken individuelle Stärken und entwickeln ihre Persönlichkeit. Sie arbeiten gemeinsam kreativ und empowern sich, indem sie Selbstbestimmung, Engagement und Partizipation erleben.

Die Palette ist breit: Alle kulturellen Ausdrucksformen, alle Organisationen der Kultur-, Jugend- und Bildungsarbeit und alle Formate sind eingebunden. So entstehen Projekte, in denen Begegnungen mit Künsten, mit Kultur(en), mit Spiel und/oder mit Medien möglich ist. Viele der Projekte setzen sich mit Jugend- und Alltagskultur oder mit gesellschaftlichen oder ökologischen Themen auseinander.


Künste öffnen Welten – fördert neue Kooperationen

Vor Ort entstehen Bildungsbündnisse. Gemeinsam konzipieren die Kooperationspartner kulturelle Bildungsangebote, die niedrigschwellige Zugänge und zugleich intensive Erfahrungen ermöglichen. Mit dem vielfältigen Know-how aus dem kulturellen, pädagogischen und sozialen Bereich werden Projekte entwickelt und umgesetzt. Es geht dabei nicht nur um die Zusammenarbeit von sonst oft voneinander getrennt wirkenden Partner, sondern darum, dass ihre jeweiligen Kompetenzen in den Bündnissen nachhaltig im Sozialraum Wirkung entfalten.

 

Künste öffnen Welten – unterstützt gesellschaftlichen Zusammenhalt

Diese Projekte und Bündnisse zeigen und fördern Engagement für das gesellschaftliche Miteinander: Ehrenamtliche werden eingebunden, Themen und Ideen aus dem lokalen Umfeld aufgegriffen und/oder gesellschaftliche Fragestellungen behandelt. Indem sich die Projekte an eine Vielfalt von Teilnehmer*innen wenden, Diversität anerkennen und Kinder und Jugendliche empowern, leisten sie einen Beitrag zu Inklusion.

 

Qualität

Qualität versteht die BKJ nicht als statisch, sondern als dynamisches Wechselspiel von Strukturen, Prozessen und Ergebnissen.

Als Dachverband der kulturellen Kinder- und Jugendbildung entwickelt die BKJ mit und in ihren Vorhaben – Modellprojekten und Programmen, Fachtagungen und Qualifizierungsmaßnahmen, Expertisen und Publikationen – die Qualität der Kulturellen Bildung weiter und unterstützt die BKJ als erfahrener und fachkompetenter Partner die lokalen Projekte und Bündnispartner durch Beratung, Vernetzung, Qualitätsentwicklung und bundesweiten Fachaustausch.

Qualitätsmaterialien zur Unterstützung der Praxis und des Fachdiskurses aus vielfältigen Reflexionen der BKJ, ihrer Mitglieder und Partner stehen in engem Zusammenhang mit Künste öffnen Welten. Sie beziehen sich auf Kulturelle Bildung, die Kooperation zwischen außerschulischen und schulischen Partnern, die Entwicklung lokaler Bildungslandschaften oder das Thema Inklusion.

Die damit verbundenen Konzepte und Materialien greift Künste öffnen Welten auf und setzt zugleich eigene Qualitätsimpulse.

 

Die Materialien finden sich im Menüpunkt Publikationen.

 

Hintergrund

 

Das Gesamtprogramm „Kultur macht stark”

 

Mit „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung” ermöglicht das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dass kulturelle Bildungsprojekte bundesweit insbesondere diejenigen Kinder und Jugendlichen erreichen, die in Familien mit Risikolagen aufwachsen.

Weitere Informationen unter www.buendnisse-fuer-bildung.de oder in der Broschüre: Broschüre „Kultur macht stark – Stärken entfalten durch kulturelle Bildung!“ des BMBF.

 

Bündnisse vor Ort

Die Vorhaben sind auf lokaler Ebene verankert und werden durch ein Bündnis aus mindestens drei Partnern umgesetzt. Sie bringen ihre jeweiligen fachlichen Kompetenzen und strukturellen Ressourcen ein. Unterschiedliche Felder kooperieren miteinander und vernetzen sich untereinander, z. B. Anbieter Kultureller Bildung mit Trägern der Jugend- und Sozialarbeit, Migrantenselbstorganisationen oder Freiwilligenagenturen, Behinderteneinrichtungen oder Schulen.

 

Kinder und Jugendliche

Diese Vorhaben wenden sich vor allem, aber nicht ausschließlich, an Kinder und Jugendliche, die in sozialen, ökonomischen und/oder kulturellen Risikolagen aufwachsen, von Diskriminierungen betroffen sind und denen dadurch weniger Teilhabe- und Bildungsmöglichkeiten offenstehen.

 

Kulturelle Bildung als inhaltlicher Schwerpunkt

Der inhaltliche Programmschwerpunkt liegt auf der Kulturellen Bildung. Ihr wird besondere Bedeutung beigemessen für gelungene Bildungsprozesse und Integrationserfahrungen. Indem sie an den Interessen der Kinder und Jugendlichen ansetzt, andere – sinnliche, emotionale, haptische – Ansätze bietet, Kreativität und Individualität entfaltet, kann sie Kinder und Jugendliche darin unterstützen, ihre Stärken zu entwickeln und ihre Persönlichkeit zu bilden.

 

Außerunterrichtliche Vorhaben

Gefördert werden Angebote in der Freizeit von Kindern und Jugendlichen, d. h. außerschulische bzw. außerunterrichtliche Vorhaben. Dadurch rücken in den Mittelpunkt non-formale und informelle Bildungsprozesse.

 

Zivilgesellschaft setzt um

Das Programm wird zivilgesellschaftlich konturiert und umgesetzt. Besonders die freien Träger, ehrenamtlichen Organisationen und zivilgesellschaftlichen Netzwerke jenseits staatlicher Institutionen sind aufgefordert und werden bestärkt, kulturelle Bildungsgelegenheiten zu schaffen. Sie sollen besonders das freiwillige Engagement fördern.