Was bedeutet die Außerunterrichtlichkeit?

Ein Projekt gilt als außerunterrichtliches Angebot, wenn folgende Kriterien für alle Module (Kurse, Workshop, Kompetenzdokumentation) sämtlich erfüllt sind:

  • Die Angebote finden nicht während der normalen Unterrichtszeit oder in Zeiten schulischer Anwesenheitspflicht statt – auch nicht, wenn die Schüler*innen dafür vom Unterricht freigestellt werden. Sie sind demnach nach Schulschluss, an Wochenenden oder in den Ferien verortet, also in der Freizeit. Dies schließt auch den Besuch von Kultureinrichtungen/-veranstaltungen oder die Präsentation am Ende des Projektes ein. Das bedeutet: Angebote im Rahmen des offenen Ganztagsschulbetriebs sind nur als zusätzliche und neue Angebote am Nachmittag und zu Zeiten möglich, in denen es Arbeitsgemeinschaften oder freie Betreuungsangebote gibt, die nicht verpflichtend sind. Angebote sind nicht möglich in den Zeiten des (teil-)gebundenen Ganztags oder als Angebote, die im Rahmen von Wandertagen oder Projektwochen durchgeführt werden. Als Ausnahmen hiervon gelten ausschließlich Schnupperangebote zur Werbung neuer Teilnehmer*innen für das Projekt, die auf max. drei Teilnahmen pro Person beschränkt sind. Bitte beachten Sie die damit verbundenen Auflagen.
  • Die Teilnahme ist freiwillig und findet in der Freizeit statt. Die Kinder und Jugendlichen (bzw. deren Eltern) können selbst und individuell entscheiden, ob sie an diesen zusätzlichen Aktivitäten teilnehmen – sie nehmen also in ihrer frei gestaltbaren Zeit teil (Freizeit).
  • Das Projekt bzw. seine Module sind kein Bestandteil der (vom jeweiligen Land) festgelegten Stundentafel des Regelunterrichts und auch nicht des Curriculums/Lehrplans. Die Teilnahme am Projekt fließt nicht in die Notengebung ein.

Auch die Verantwortlichkeiten müssen klar abgegrenzt zur Schule sein. Ein außerschulischer Träger übernimmt als Antragsteller die Verantwortung und fungiert als Veranstalter – die Schulen treten demnach nicht als Veranstalter auf. Dementsprechend liegt ein Einverständnis der Eltern für die Teilnahme an dem außerschulischen Angebot vor. Der Antragsteller übernimmt die Verantwortung für die Aktivitäten, übernimmt also auch die Aufsichtspflicht und ist verantwortlich für die Honorarkräfte und ggf. für Ehrenamtliche und eingesetztes Personal. Die Angebote werden von qualifiziertem externen Personal verantwortet und durchgeführt, das nicht der Schule angehört. Erzieher*innen oder Lehrer*innen übernehmen also höchstens unterstützende Aufgaben außerhalb ihrer dienstlichen Verpflichtungen. Eine Honorierung dieses Personals der Schule erfolgt nicht.